Mythos ,,schwere Knochen"

Schwere Knochen sind ein Grund für Übergewicht? Wie sich zeigt, ist dies nichts als eine Legende. Denn das Gewicht der Knochen macht lediglich 12 Prozent des gesamten Körpergewichts aus.


Sehr gern begründen Übergewichtige ihre Übergewichtigkeit auch damit, dass sie schwere Knochen hätten, was jedoch nichts weiter als eine Ausrede ist. Schwerer als Knochen wiegen beispielsweise Muskeln und Fett.

"Schwere Knochen"

  • Die Knochen des menschlichen Skeletts entsprechen nur etwa 12 Prozent des Gesamtgewichts des Menschen, was bei einem 75 Kilogramm schweren Erwachsenen neun Kilogramm ausmachen würde. Minimal schwerere Knochen haben lediglich Menschen, die über Jahre hinweg harte körperliche Arbeit verrichtet haben, da sich das Skelett dort den körperlichen Belastungen anpassen musste.
  • Im Höchstfall macht dies allerdings einen Gewichtsunterschied von maximal zwei Kilogramm aus. Um Muskeln, Organe, gespeicherte Flüssigkeiten und auch einen Überschuss an Körperfett tragen zu können, wird die Last von den Knochen intelligent verteilt. So sind sie in der Lage, auch ein Vielfaches ihres eigenen Gewichts zu tragen.

Übergewicht durch Krankheit

  • Auch Krankheiten können der Grund für Übergewicht sein. Meist liegt dies an Stoffwechselstörungen, die durch die Einnahme von Medikamenten verursacht werden.
  • Wenn die Bekämpfung einer Krankheit nur durch ein gewichtsförderndes Mittel durchgeführt werden kann, empfiehlt es sich, mit dem Arzt über Alternativen zu sprechen. In Frage käme etwa eine Verminderung der Dosierung oder der Wechsel des Medikaments.