Nach dem Studium arbeitslos?

Gerade für Absolventen der Geisteswissenschaften stellt sich nicht selten die Frage, ob sie nach ihrem Studium arbeitslos werden könnten.


Für Geisteswissenschaftler ist es nicht einfach auf dem heutigen Arbeitsmarkt sofort eine Anstellung zu finden. Dabei geht es nicht einmal um eine gut bezahlte Anstellung, sondern einfach um irgendeine. Arbeitgeber gehen nicht gerne Risiken ein und stellen daher vornehmlich Leute ein, die möglichst jung einen hervorragenden Abschluss gemacht und noch dazu eine schier utopische Zeit Berufserfahrung gesammelt haben. Dass solche Leute schwer zu finden sind, scheint dabei egal zu sein. Nicht selten macht es den Eindruck, dass die zu vergebenen Stellen in manchen Firmen lieber unbesetzt bleiben, als dass scheinbar unterqualifizierte Hochschulabgänger ohne jegliche Erfahrungen angelernt werden. Solche Hochschulabsolventen, die im Übrigen keineswegs unterqualifiziert sind, leiden unter dieser Situation. Es wirkt wie ein Teufelskreis, denn ohne Berufserfahrung wird niemand eingestellt, aber ohne Einstellung gibt es logischerweise auch keine Berufserfahrung! Droht also jedem, nach dem Studium arbeitslos zu werden?

Kampf gegen die Arbeitslosigkeit
Da können wir entschieden sagen: Nein! Auch wenn die ersten Schritte ins Berufsleben direkt nach dem Studium gerade für Absolventen der Geisteswissenschaften schwer aussehen, es gibt zahlreiche Möglichkeiten, nicht als studierter Hartz IV- oder ALG II-Empfänger sein Dasein zu fristen. Natürlich ist ein abgeschlossenes Studium in der Tasche längst keine Garantie mehr für einen Job, aber mit ein wenig Kampfgeist und einem präzisen Blick auf das, was man will, kann man sich schnell ins Berufsleben integrieren.
Hochschulabsolventen sind in der Regel nur selten und wenn, dann auch nur für eine sehr kurze Zeitspanne nach dem Studium arbeitslos. Das gilt übrigens auch für die Geisteswissenschaftler. Der Wirtschaftskrise verdanken wir es aber, dass diese eigentlich eher geringe Arbeitslosenquote von ehemaligen Studenten durch die Medien ordentlich aufgebauscht wird. So scheint es für die breite Masse, dass nahezu jeder Absolvent in seinem Leben einmal arbeitslos ist, doch das stimmt keineswegs!

Wege ins Berufsleben
Ist es aber doch der Fall, dass man direkt nach dem Studium arbeitslos wird und nicht auf Anhieb eine Anstellung findet, so kann man gezielt dagegen ansteuern. Als erstes sollte man sich mit der zuständigen Agentur für Arbeit in Verbindung setzen. Dort wird in der Regel ein sogenannter Fallmanager für die persönliche Betreuung eingesetzt und außerdem erhält man notwendige Informationen über aktuelle Arbeitsmarktzahlen oder auch alternative Berufsmöglichkeiten. Nebenher sollte man sich immer wieder mithilfe von Jobbörsen im Internet oder in Tageszeitungen auf dem Laufenden halten. Besonders hilfreich sind auch Recruiting-Messen, die man unbedingt in der Region oder besser noch im ganzen Land besuchen sollte. Dort erfährt man nicht nur Neuigkeiten aus der Berufswelt, sondern kann auch mit etwas Glück wertvolle Kontakte knüpfen. Schließlich weiß man ja, wie wichtig heutzutage das Vitamin B ist!