Nach der Babypause zurück in den Job

Nach der Babypause wollen viele Mütter wieder arbeiten gehen, doch Kind und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist für viele Mütter eine tägliche Herausforderung.


Es gibt viele Gründe für Mütter, nach der Babypause wieder arbeiten zu gehen: Spaß am Job, Anerkennung, den Wunsch, einen Beitrag zum Einkommen zu leisten, die Angst den Anschluss zu verlieren oder wieder ein eigenes Leben abseits von Windeln, Babynahrung und Abwasch zu führen. Heute sind berufstätige Mütter in Deutschland keine Seltenheit mehr: In Westdeutschland arbeiten etwa zwei Drittel aller Mütter, in Ostdeutschland sogar drei Viertel der Mütter. Arbeiten kann hier alles heißen: von der geringfügigen Beschäftigung bis zum Vollzeitjob.

Kinder und Job vereinbaren
Doch für viele Mütter ist es schwierig, Kinder und Beruf zu vereinbaren. Hier ist wahres Organisationstalent gefragt. Was tut man beispielsweise, wenn das Kind krank ist und nicht in den Kindergarten kann? Wer kümmert sich um den Haushalt, wenn man selbst geradeso mit der Doppelbelastung Job und Kindererziehung klarkommt? Wie findet man eine Kinderbetreuung, der man vertraut und auf die man sich verlassen kann?

Abschied vom klassischen 9-to-5-Job
Die Lösung für viele Mütter sind flexible Arbeitszeitmodelle. Seit 2001 sind Betriebe verpflichtet, Angestellten eine Teilzeitstelle anzubieten. Manchmal ist aber auch das Arbeiten von zuhause im Home Office eine Möglichkeit. Auch Väter sollten einen Teil der Kindererziehung übernehmen. Sprechen Sie mit ihrem Partner, sodass keiner das Gefühl hat, überfordert zu sein.

Wann wieder anfangen?
Sie haben Angst, dass Ihre alte Arbeitsstelle schon Ersatz für Sie gefunden hat? In den meisten Fällen ist diese Sorge vollkommen unbegründet. Denn das Elternzeitgesetz sieht vor, dass man drei Jahre nach der Geburt wieder an den alten Arbeitsplatz zurückkehren darf. Schwieriger ist es da für Mütter, die länger pausiert haben oder vorher gar nicht gearbeitet haben. Insbesondere den Einstieg nach der Babypause zu finden, kann recht kompliziert sein – schließlich werden kinderlose Bewerber oft vorgezogen. Wenn nötig, sollte man daher kostenlose Weiterbildungen extra für Berufsrückkehrerinnen nutzen und dabei nicht vergessen, dass man sowohl belastbar als auch flexibel ist – schließlich beweist man dass durch den Alltag als Mutter immer wieder aufs Neue!

Das sagt das Gesetz
Die Elternzeit muss sechs Wochen vor Beginn beim Arbeitgeber angemeldet werden. Für Frauen beginnt sie frühestens nach dem Mutterschutz, sie verfällt nach drei Jahren. Auch Azubis und geringfügig Beschäftigte haben einen Anspruch auf Elternzeit, man kann sie gemeinsam mit seinem Partner nehmen oder aufteilen. Außerdem gilt ein spezieller Kündigungsschutz. Während der Elternzeit darf man nicht gekündigt werden, außerdem ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Arbeitsplatz, beziehungsweise einen gleichwertigen für die Eltern freizuhalten.