Jeder Mensch auf dieser Welt träumt. Viele Menschen bezeichnen den erlebten Traum in der Nacht als eine Art zweites Leben. Sie erleben Abenteuer, steuern Schiffe durch dunkle Meere, jagen Mörder oder anderen Dingen hinterher. Oder sie führen Unterhaltungen, haben Meetings oder durchfeiern im Traum die Nacht.
Andere wiederum erzählen davon, dass sie nie träumen. Tatsächlich stimmt das so nicht, denn nachgewiesen ist, dass diese Menschen sich nur nicht an das Geträumte erinnern können, es also sofort vergessen, sobald die Realität auf sie einströmt. Dabei sagen die Träume viel über uns aus, sind sie doch von unserem Unterbewusstsein heraufbeschworen. Deswegen sind viele Menschen auch vom Träume deuten fasziniert.
Wissenschaftler uneinig über Traum-Schlaf
Die Wissenschaft sieht den Traum als körperliche Reaktion an. In Schlaflabors wurde schon viel untersucht, gerätselt und geforscht, was es mit unserer nächtlichen Aktivität auf sich hat. Fakt ist dabei allerdings, dass im REM-Schlaf unsere Gehirnaktivität auf der Höhe liegt wie bei entspanntem Wachsein, dass wir ebenso aus unserem im Traum Erlebten lernen und Erfahrungen sammeln wie in der Realität. Viele Menschen, die sich über den Sinn des Lebens schon seither Gedanken gemacht haben, fragen sich auch gerade deshalb: Wann träume und wann wache ich? Was ist Realität und was der Traum?
Träume sind der Weg zum Unterbewussten
Psychologen und Psychoanalytiker hingegen werten Träume anders. Sie gehen davon aus, dass unsere Phantasie-Erlebnisse einen massiven Einfluss auf die Psyche haben und auch ein Stück weit das psychische Gleichgewicht durch einen Traum wiederhergestellt wird. Außerdem soll ein Traum sehr wichtige Informationen über unsere Persönlichkeit, und über die Dinge liefern, die unser Unterbewusstsein im Laufe eines Tages wahrgenommen hat. Deswegen ist auch kein Wunder, dass manche Dinge bevor sie passieren schon geträumt wurden. Denn schon längst hatte man winzig kleine Anzeichen dafür schon am Tag zuvor unterbewusst aufgeschnappt.
Die Jagd nach dem wahren Ich
Träume enthalten aber nicht nur Hinweise über unser Umfeld. Auch Hinweise auf unsere Bedürfnisse, Wünsche und Ängste sind enthalten. Oftmals sind wir uns darüber nicht im Geringsten bewusst, werden im Traum aber mit der Nase daraufgestoßen. Ein Traum, der genau vom Gegenteil des normal Gelebten handelt, kann einen unbewussten Zwang aufdecken, oder ein überdecktes Bedürfnis, dass man sich selbst nicht eingesteht
Demnach funktioniert Träume deuten wie die Jagd nach einem Schatz mittels einen verschlüsselten Codes. Traumbilder und Symbole funktionieren wie ein Code, der enträtselt werden muss.
Verschiedene Ansätze
Sigmund Freud schaffte mit seiner Psychoanalyse im 19. Jahrhundert den Grundstein für das heutige Traum deuten. Er geht davon aus, dass im Traum ein Wunsch erfüllt wird, oder etwas ausgelebt wird, von dem der Träumende keine Ahnung hat. Diese Spontanität des Traumes macht es auch so schwer, auf das Bedürfnis zu schließen, das dahinter steckt, Deshalb müssen laut Freud die einzelnen Symboliken voneinander getrennt werden und diese dann in Zusammenhang mit dem Leben der zu therapierenden Person wieder neu zusammengefügt werden. Ähnlich wie bei einem Puzzle!
Ein anderer Psychologe, Carl Gustav Jung, entwickelte den Ansatz, dass menschliche Träume eine Art Universalsprache bilden, denn Symbole und Nachrichten seien bei allen Menschen identisch. Er sprach von einem kollektiven Unterbewusstsein.
Wenn sich Träume wiederholen
Dies ist ein Zeichen, dass der träumende Mensch momentan eine schwierige oder komplizierte Phase, vielleicht auch eine Krise durchmacht, bei der er unterbewusst nach einer Lösung sucht.
Auch treten wiederkehrende Traumbilder bei einem anstehenden Umschwung im Leben statt. Umzug in ein anderes Land, Ende eines Lebensabschnittes wie Schulabschluss oder Ähnliches. Oft träumen Menschen dann hier vom Ausfallen Ihrer Zähne.
Diese sich selbst wiederholenden Träume verschwinden wieder, wenn das Problem überwunden ist oder die Krise durchlebt.