Nachtschweiß - wenn das Bett zur Sauna wird

Nachtschweiß kann als ein Symptom einer organischen oder neurologischen Störung ernst genommen werden. Allerdings wird er auch unter anderem in Verbindung mit einem heftigen Albtraum gebracht


Dass der Mensch im Schlaf schwitzt, ist völlig normal. Übermäßiges nächtliches Schwitzen, das den Pyjama oder das Nachthemd komplett durchnässt und ein Wechseln der Bettwäsche notwendig macht, kann jedoch eine Begleiterscheinung verschiedener Krankheiten sein und sollte bei wiederholtem Auftreten als mögliches Symptom einer organischen oder neurologischen Störung ernst genommen werden.
Nachtschweiß kann aber auch in Verbindung mit einem heftigen Albtraum, zu warmer Schlafbekleidung, schlecht gelüfteten Räumen oder einer sommerlichen Hitzwelle auftreten. Deshalb sollten zunächst die äußeren Faktoren überprüft werden – vielleicht ist die Schlafzimmertemperatur zu hoch oder die Bettdecke zu schwer. Kommt es aber ohne signifikante Faktoren von außen zu sich wiederholenden Nachtschweißattacken, ist es an der Zeit, sich beim Arzt einem Gesundheitscheck zu unterziehen.

Starkes Schwitzen stört den Schlaf und erschöpft
Die meisten Menschen merken von ganz alleine, dass sie unter Nachtschweiß leiden, denn das übermäßige Schwitzen lässt sich kaum verschlafen. Die Betroffenen wachen aufgrund des plötzlichen Kältegefühls auf, das die durchnässte Wäsche auf ihrer Haut auslöst. Sie sind dann im wahrsten Sinne des Wortes schweißgebadet: Der Schweiß läuft am Rücken und unter den Achseln hinunter, die Stirn und der Nacken sind kalt und nass. Weil Nachtschweiß von Fieber begleitet sein kann, kommen nicht selten Schwindelgefühle und Kopfschmerzen hinzu. Die Patienten fühlen sich schwach, unausgeschlafen und erschöpft. Tatsächlich geht Nachtschweiß oft mit bakteriellen Infektionen, Viruserkrankungen, einer Grippe oder sogar Tumorerkrankungen einher.

Nikotin und Alkohol begünstigen Schwitzattacken
Jedoch können auch etliche andere Faktoren Nachtschweiß auslösen: In den Wechseljahren leiden Frauen nicht nur tagsüber, sondern auch während der Schlafenszeit unter fliegender Hitze. Angststörungen, eine unbehandelte Schlafapnoe, Nikotin- und Alkoholentzug oder die Einnahme von Medikamenten sind ebenfalls oft die Ursachen für das vermehrte nächtliche Schwitzen.