Nanopartikel: Gefahr für die Gesundheit?

Noch ist wenig bekannt über die Wirkung und möglichen Gefahren von Nanopartikeln auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt.


Die Nanotechnologie wird sich in den nächsten Jahren vermutlich rasant entwickeln. Die Zahl der Produkte, die Nanopartikel enthalten, steigt. Unter Nanoteilchen oder Nanopartikeln versteht man einen Verbund von wenigen bis hin zu einigen tausend Atomen oder Molekülen, die zwischen 1 und 100 Nanometern groß sind. Der Name leitet sich aus dem Griechischen ab und stammt von „nanos“, was „Zwerg“ oder „zwergenhaft“ bedeutet. Diese kleinen Teilchen sind über 1.000 Mal dünner als ein Menschenhaar. Derzeit werden sie hauptsächlich in der Elektronikbranche, der Pharmazie, der Medizin, der Kosmetik, der Chemie und der Flächenveredelung verwandt.

Nanopartikel auf dem Vormarsch
Immer mehr Produkte enthalten Nanoteilchen. Die meisten Sonnenschutzmittel enthalten beispielsweise Titan- und Zinkoxidpartikel. Die Partikel können fest im Stoff eingebunden sein oder sie liegen in einer freien Form vor. Dass und ob Produkte Nanopartikel enthalten, musste von den Herstellern dieser Produkte bislang nicht gekennzeichnet werden, was es für den Verbraucher schwierig machte, darüber ausreichend Informationen zu erhalten.

Kaum bekannte Wirkung
Dabei ist über die Wirkung, die Nanoteilchen womöglich auf die Menschen und die Umwelt haben können, bisher sehr wenig bekannt. Besonders freie Teilchen, beispielsweise in Sprays, sind problematisch, denn sie werden unkontrolliert freigesetzt und können sich so ungehindert in der Luft verbreiten. Einmal freigesetzt, können sie von Mensch und Tier über die Atemwege oder über die Haut im Körper aufgenommen werden, wobei noch völlig unklar ist, ob dabei auch an den Teilchen anhaftende giftige Substanzen mit aufgenommen werden. Auch diejenigen Nanopartikel, die in Arzneimitteln oder anderen Produkten zur Einnahme enthalten sind, gelangen über den Darm ins Lymphsystem und weiter ins Blut.

Gefahr für die Gesundheit
Viele Produkte enthalten Nanopartikel, in vielen würde der Verbraucher diese nicht vermuten, so gibt es bereits Ketchup-Sorten, die durch diese kleinen Helfer zähflüssiger gemacht werden, Salz bekommt durch Nanoteilchen eine bessere Rieselungsfähigkeit, die Wirkung mancher Medikamente wird unterstützt. Die Nanopartikel stellen jedoch eine Gefahr dar, weil über ihre Wirkung so wenig bekannt ist. Es ist völlig unklar, wie sie wirken, wenn sie freigesetzt und von Mensch und Umwelt aufgenommen werden. Über die Atemwege aufgenommen, können sie Lungenkrankheiten verursachen, bei Föten, so legen Studien nahe, beeinflussen sie die Hirnentwicklung und sogar eine Schädigung der DNA durch Nanoteilchen ist möglich, denn die Teilchen können bis in den Zellkern vordringen.