Nasenoperation - Was geschieht während des Eingriffs

Die Nasenkorrektur erfolgt unter Vollnarkose. Das Knochen- und Knorpelgerüst der Nase wird durch die Chirurgen in die gewünschte Form gebracht.


 

  • Die Korrektur der Nase dauert je nach Art des Eingriffs zwischen einer und drei Stunden. Die Rhinoplastik, wie die Nasenoperation auch genannt wird, erfolgt in Vollnarkose. Damit später nichts vom Eingriff zu sehen ist, werden die notwendigen Hautschnitte im Naseninneren oder am Nasensteg entlang geführt. Es erfolgt eine Ummodellierung vonseiten des Arztes, bei der das Knochen- und Knorpelgerüst der Nase in die gewünschte Form gebracht werden. Durch diese Methode kann die Nase sowohl verkleinert, verschmälert als auch begradigt werden. Zum Aufbau des Nasenrückens bevorzugt man körpereigenes Gewebe. Wenn es zu einer visuellen Verengung der Nase kommen soll, durchtrennt der Chirurg vorsichtig die Nasenknochen. In den meisten Fällen muss der Nasenscheidewand ebenfalls korrigiert werden.
  • Für Korrekturen am Nasenrücken löst der operierende Arzt den gesamten Hautmantel vom Knochen und Knorpelgerüst, denn nur dann kann er mit speziellen Mirkomeißeln die unerwünschten Höcker abtragen. Der Nasenrücken wird begradigt und eventuelle Konturunregelmäßigkeiten mit Knorpeltransplantaten ebenfalls korrigiert. Wenn der Nasenrücken aufgebaut werden soll, kann der Chirurg entweder körpereigenes Gewebe, zum Beispiel aus der Ohrmuschel oder der Nasenscheidewand entnehmen oder auch Lyoknorpel zum Nachbau verwenden. Bei Lyoknorpel handelt es sich um gefriergetrockneten, sterilen Knorpel, der nicht angestoßen werden kann.
  • Damit die neue Nasenform auch nach dem Eingriff anfänglich gut unterstützt wird, legt der Chirurg eine kleine Gipsschiene, einen Klebe- oder Acrylverband an. Diese Stütze muss eine bis zwei Wochen getragen werden. In dieser Zeit sollten sich auch die durch den Eingriff verursachten Blutergüsse und Schwellungen wieder zurückbilden. Nach spätestens zwei Wochen ist ein Auftritt in der Öffentlichkeit möglich. Bei Verkleinerungen der Nase sollte man den Nasenrücken nachts noch zur Sicherheit mit einem Pflaster zu schützen.
  • Zu Komplikationen kommt es bei einer Nasenoperation eher selten. Bei dicker, großporiger Haut kann es nach der Operation zu Verdickungen im Spitzenbereich kommen. Diese können aber durch Kortisoninjektionen unterbunden werden. Wenn eine besonders große Nase verkleinert wurde, kann es durch den Schrumpfungsprozess zu überflüssiger Haut kommen. Durch eine kleine Nachkorrektur, die in den meisten Fällen unter Lokalanästhesie erfolgt, werden diese ebenfalls beseitigt. In 10-15 % müssen auch erfahrene HNO-Ärzte postoperative Asymmetrien der Nasenspitze korrigieren. Soetwas ist aber eher die Ausnahme, wobei das Endergebnis einer Nasenkorrektur erst nach einigen Monaten zu sehen ist.