Nasenspray Nebenwirkungen: Macht es süchtig?

Zu den bekanntesten Erkältungsmythen gehört die Angst vor Nasensprays, die bei regelmäßiger Benutzung sogar süchtig machen sollen. Ist an diesen Nasenspray Nebenwirkungen etwas dran?


Zu einer richtigen Erkältung gehört auch immer eine laufende Nase. Wenn der Taschentuchvorrat langsam zur Neige geht, die rote Nase selbst mit dem stärksten Make-up nicht überdeckt werden kann und das Atmen schwerfällt, greifen viele Menschen zum praktischen Nasenspray. Diese frei verkäuflichen Nasensprays bewirken vor allem eines: das Abschwellen der Nasenschleimhaut. So wird die Produktion neuen Nasensekrets unterbunden und die laufende Nase sorgt nicht mehr für unangenehme Situationen. HNO-Ärzte stellen sogar fest, dass der Gebrauch eines Nasensprays einer Nasennebenhöhlenentzündung vorbeugt. Doch was ist dran an den vielen Nasenspray Nebenwirkungen, die die Runde machen?

Doch auch solch ein harmlos wirkendes Hilfsmittel darf in seinen Nebenwirkungen nicht unterschätzt werden. Denn bei übermäßigem Einsatz kommt es zum sogenannten Rebound-Effekt. Wenn die Wirkungen langsam nachlassen, schwellen die Schleimhäute sofort wieder an, unter Umständen droht sogar ein chronischer Schnupfen. Auch eine Schädigung der Nasenschleimhaut ist möglich. Ebenfalls in anderer Hinsicht stellen Nasensprays eine Gefahr dar, denn sie können sich bei häufigem Gebrauch zu einer wahren Keimschleuder entwickeln. Beim Druck auf das Fläschchen wird das Spray in der Nase verteilt. Wenn der Druck anschließend aber wieder gelockert wird, wird keimhaltiges Nasensekret angesaugt, wodurch es in das Fläschchen gelangt. Beim nächsten Gebrauch des Nasensprays werden die im Nasensekret enthaltenen Keime aus dem Fläschchen zurück in die Nase gesprüht. Experten raten daher, die Sprayflasche zunächst in der Nase zusammengedrückt zu lassen und erst nach Entfernen des Fläschchens aus der Nase den Druck zu lösen, sodass wieder saubere Luft angesaugt werden kann.

Statt eines Nasensprays ist es gesünder, das angesammelte Sekret einfach hochzuziehen. Dieses Verhalten mag zwar bei einigen Menschen Anstoß erregen, ist aber auf Dauer für die Atemwege verträglicher. Denn durch ständiges Schnäuzen besteht die Gefahr, dass das Nasensekret in die Stirn- und Nasennebenhöhlen gedrückt wird.

Nasensprays sollten grundsätzlich nicht länger als acht Tage eingesetzt werden, wenn nach dieser Zeit weiterhin Beschwerden bestehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um keine Folgen der Nasenspray Nebenwirkungen zu riskieren. Alternativ zum Spray können Betroffene auch vor dem Schlafengehen einige Tropfen eines ätherischen Öls auf das Kopfkissen träufeln.