Natron, die Allzweck-Medizin. Auch gegen Sodbrennen!

Bei einer Menge kleinerer und größerer körperlicher Unannehmlichkeiten kann man sich mit dem Hausmittel Natron behelfen. Bestes Beispiel: Sodbrennen


Schon seit dem frühen Altertum ist Natron, genauer Natriumhydrogencarbonat, ein bekanntes und vielseitig angewandtes Heil- und Pflegemittel. Schon die alten Ägypter gewannen Natron aus den Seen des Tales Natron (Wadi Natrun) und nutzen es als Wasch-, Bleich- und Gerbmittel. Dieser Stoff kommt außerdem natürlich in vielen Mineralwässern, Heilquellen und in Natronseen auf der ganzen Welt in vor. Jedoch reicht das natürliche Vorkommen nicht aus, um es in großen Mengen abzubauen. Daher wird es beispielsweise in Europa hauptsächlich aus dem natürlich vorkommenden Kochsalz gewonnen, bei dem das Chlor gegen Karbonat ausgetauscht wird. Die Anwendung von Natron erstreckt sich in fast alle Bereiche der Industrie bis hin zum privaten Gebrauch als Hausmittelchen für Reinigung, Speisezubereitung, Körperpflege und „Allheilmittel“. Dabei wird in der Regel die säureneutralisierende und -bindende Wirkung dieser basischen Salzart genutzt. Hier ist eine kleine Auswahl, welche körperlichen Beschwerden Natron zu lindern vermag.

Übersäuerung, Sodbrennen und Völlegefühl
Wer mit Sodbrennen nach dem Genuss von Kaffee, Tee, Alkohol oder deftigen Speisen leidet, kann diese Beschwerden zunächst mit etwas Natron lindern. Dazu löst man einen Teelöffel Natron-Pulver in einem Glas Wasser auf und trinkt es. Schon nach kurzer Zeit neutralisiert es überschüssige Magensäure. Das gleiche hilft bei Unwohlsein oder einem Völlegefühl nach dem Essen. Wenn Sodbrennen allerdings häufig vorkommt, sollte man seine Ernährung ernsthaft überdenken und unter Umständen einen Arzt aufsuchen.

Bei Schweißfüßen, brennenden Füßen und als Deo
Im Sommer, beim Sport oder einfach aus Veranlagung schwitzt man. Dagegen gibt es zwar viele Deodoranten, doch sind diese nicht sonderlich hautfreundlich. Stattdessen kann man sich als Deo-Ersatz nach dem Duschen ein wenig Natronpulver in die Achseln reiben. Bei Schweißfüßen hilft es morgens etwas Natronpulver in die Schuhe zu streuen. Abends muss es wieder entfernt werden. Dies hilft nimmt den Schweiß auf und neutralisiert den Geruch. Zusätzlich zur Vorbeugung und bei schmerzenden Füßen kann man ein Fußbad, bestehend aus 3 Teelöffeln Natron auf 10 Liter Wasser, nehmen.

Verstopfte Atemwege
Bei Schnupfen und verstopften Atemwegen gibt es ein Hausmittel aus Natron und Kochsalz. Dazu löst man von beiden Stoffen je einen Teelöffel in einer kleinen Tasse Wasser. Mit dieser Lösung betupft man anschließend die Naseninnenwände mithilfe eines Wattestäbchens.

Zahn- und Mundpflege
Für die Zahnpflege kann Natron ebenfalls gut verwendet werden. Zunächst kann man mit einer Natron-Mundspülung die Säuren, die aus Speiseresten entstehen, durch eine Mundspülung neutralisieren und auf diese Weise sowohl Karies vorbeugen, als auch Mundgeruch verhindern. Dazu mischt man einen Teelöffel Natron mit einem Glas Wasser und spült den Mund aus beziehungsweise gurgelt es. Bei Zahnverfärbungen, kann man die Zähne hin und wieder mit ein wenig Natronpulver auf der Zahnbürste putzen.

Sonnenbrand und Insektenstiche
Hat man sich einen Sonnenbrand eingefangen oder juckende Insektenstiche, hilft Natron gegen den Schmerz und Juckreiz. Bei Sonnenbrand kann man ein T-Shirt in Natron-Wasser tränken und es anschließend anziehen. Bei Insektenstichen schmiert man sich einen Brei aus Natron-Pulver und Wasser auf die betreffende Stelle. So wird nicht nur der Juckreiz, sondern auch die Schwellung vermindert.