Natürliche Veränderungen in der Dermis

Mit der Zeit verändert sich das Hautbild. In der Lederhaut, der Dermis, machen sich die Veränderungen vor allem in Form einer Abnahme der Elastizität bemerkbar - ein typisches Merkmal bei alten Menschen.


An einigen Begleiterscheinungen des Lebens kommt keiner vorbei. Dazu gehört auch der Alterungsprozess. Während einige schon mit 40 wie 60 aussehen, setzt die sichtbare Alterung bei anderen erst sehr spät ein. "Gut gehalten" wird der ein oder andere dann bemerken. Dabei spielen Veranlagung, Lebensstil und äußere Einflüsse wie Wetter & Co eine entscheidende Rolle.

Die Haut lebt mit

  • Bei der Hautalterung tritt eine Abflachung der dermoepidermalen Verbindung auf. Bei junger Haut ist diese wellenartig ineinander verzahnt, sodass die Haut elastisch und straff bleibt.
  • In der Dermis kommt es während des Alterungsprozesses zu deutlichen Veränderungen im Kollagenstoffwechsel. Diese machen sich bemerkbar durch eine erhöhte Expression von Enzymen, das die extrazelluläre Matrix abbauen.
  • Zu diesen degradierenden Enzymen gehören Kollagenase und Metallproteinase. Gleichzeitig ist die Expression der Inhibitoren dieser Enzyme vermindert.

Haut anfälliger für Verletzungen

  • Durch diese Verschiebung kommt es zu einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber chronischen Wunden. Die Abnahme der Fibroblasten- und Mastzellendichte sowie die morphologische Veränderung der Fibroblasten setzt ebenfalls die Wundheilungskapazität im Alter deutlich herab.
  • Die Fibroblasten nehmen eine wichtige Funktion bei der Synthese der Interzellularsubstanz im Bindegewebe ein. Daher reduziert die Fibroblastenabnahme das gesamte Kollagenfasergeflecht sowie die Dichte der elastischen Fasern in der Dermis. Die Haut wird verletzlich und schlaff.
  •  Neben den Veränderungen im Kollagenstoffwechsel werden auch Veränderungen bei den Sinneszellen der Haut festgestellt. So kommt es mit zunehmendem Alter zu einer Abnahme der freien Nervenendigungen. Daraus resultiert ein niedrigeres Schmerzempfinden mit der Folge eines erhöhten Verletzungsrisikos.
  • Grundsätzlich werden die Reaktionen auf äußere Reize schwächer. AuchEntzündungsreaktionen wie zum Beispiel Allergien laufen in der Regel schwächer ab, da die Immunfunktion beeinträchtigt ist.