Bei der Hautalterung tritt eine Abflachung der dermoepidermalen Verbindung auf, die in junger Haut wellenartig ineinander verzahnt ist und die Haut elastisch und straff hält. In der Dermis kommt es während des Alterungsprozesses zu deutlichen Veränderungen im Kollagenstoffwechsel. Diese machen sich bemerkbar durch eine erhöhte Expression von Enzymen, welche die extrazelluläre Matrix abbauen. Zu diesen degradierenden Enzymen gehören Kollagenase und Metallproteinase. Gleichzeitig ist die Expression der Inhibitoren dieser Enzyme vermindert.
Haut anfälliger für Verletzungen
Durch diese Verschiebung kommt es zu einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber chronischen Wunden. Die Abnahme der Fibroblasten- und Mastzellendichte, sowie die morphologische Veränderung der Fibroblasten setzt ebenfalls die Wundheilungskapazität im Alter deutlich herab. Die Fibroblasten nehmen eine wichtige Funktion bei der Synthese der Interzellularsubstanz im Bindegewebe ein. Daher reduziert die Fibroblastenabnahme das gesamte Kollagenfasergeflecht, sowie die Dichte der elastischen Fasern in der Dermis. Die Haut wird verletzlich und schlaff. Neben den Veränderungen im Kollagenstoffwechsel werden auch Veränderungen bei den Sinneszellen der Haut festgestellt. So kommt es mit zunehmendem Alter zu einer Abnahme der freien Nervenendigungen. Daraus resultiert ein niedrigeres Schmerzempfinden mit der Folge eines erhöhten Verletzungsrisikos. Generell werden die Reaktionen auf äußere Reize schwächer und Entzündungsreaktionen, wie zum Beispiel Allergien, laufen in der Regel schwächer ab, da die Immunfunktion beeinträchtigt ist.