Natürliche Veränderungen in der Epidermis

Während der Hautalterung verändern sich die unterschiedlichen Hautschichten auf verschiedene Art und Weise. In der Epidermis, der Oberhaut, nimmt vor allem das Volumen und damit die Höhe dieser Schicht ab.


Bei der Hautalterung nimmt die Höhe der Epidermis ab, dies ist die Folge der Reduktion von Keratinozytenschichten. In der Basalzellenschicht ist die Zellteilungsrate stark reduziert. Dadurch kommt es zu einer verzögerten und langsamen Wundheilung. Verletzungen der Altershaut heilen etwa doppelt so lang, wie Wunden in jugendlichen Hautarealen. Die Verhornungsschicht nimmt an Dicke zwar nicht ab, jedoch nimmt das Volumen der einzelnen Zellen zu. Der Raum zwischen den Zellen wird daher kleiner. Da Wasser somit weniger gut gebunden werden kann, setzt ein erhöhter Wasserverlust ein. Dies führt schließlich zur charakteristischen Hauttrockenheit der reifen Haut.

 

Reife Haut ist anders
Des Weiteren nimmt auch die Anzahl der Langerhanszellen, den Abwehrzellen in der Epidermis, ab, was eine verminderte Immunkontrolle zur Folge hat. Eindringlinge werden nicht mehr so schnell erkannt und somit ist die primäre Abwehr geschwächt. Zudem wird auch die Sinnesrezeption geringer, wodurch die Verletzungsgefahr der Haut weiter zunimmt. Auch die Dichte der Melanozyten in der Altershaut sinkt. Darüber hinaus produzieren die Pigmentzellen weit weniger des Melanins, daher erscheint die Haut älterer Menschen meist blass und fahl. An vereinzelten, lokalen Stellen der Epidermis kommt es jedoch zu einer Zunahme an Melanozyten, diese sind verantwortlich für das Auftreten von Altersflecken (Lentigo seniles).