Mit Heilmitteln aus der Naturheilkunde kann man der Allergie ebenfalls versuchen, beizukommen. Die kanadische Blutwurzel (Sanguinaria canadensis) wird bei Hautreizungen, Nasenpolypen, Bronchitis, Kopfschmerzen und Heuschnupfen eingesetzt. Durch die Heilpflanze wird Niesen und Schnupfen sowie ein möglicher Geschmacks- und Geruchsverlust dezimiert. Präparate aus der Sabadill-Pflanze, auch Läusesamen genannt, sind ebenfalls bei Heuschnupfen einsetzbar. Sie sollen gegen den anhaltenden Tränen- und Niesreiz helfen und können rote und geschwollene Augenlider ein wenig abschwellen lassen. Häufig hat es daneben Anwendung bei Kopfschmerzen und Migräne. Arsenjodid (Arsenicum jodatum) ist für eine Linderung der schmerzenden Nase und Augen, die durch Heuschnupfen sehr gereizt werden, zuständig. Bei Heuschnupfen hat sich zudem das Indische Lungenkraut (Adhatoda vasica) als Wundermittel entpuppt. Dieses Kraut wird zur Behandlung von Atemwegserkrankungen genutzt und kann bei betroffenen Allergikern schon nach drei Tagen Erleichterung bringen. Die Aufgeblasene Lobelie (Lobelia inflata) ist bei Übelkeit und Magenschmerzen ein anerkanntes Heilmittel. Aber auch bei Heuschnupfen, Asthma, Niesen, Aufstoßen und gegen Brustbeklemmung wird das Pflanzenpräparat angewendet. Die Zwiebel (Allium cepa) wirkt homöopathisch aufbereitet womöglich auch gegen Heuschnupfen und Bindehautentzündungen. Dabei wird der Tränenfluss und häufiges Niesen gelindert. Der Luffaschwamm (Luffa operculata), eine getrocknete Kürbisart, wird ebenfalls bei Heuschnupfen, häufigem Niesen, Jucken und Empfindlichkeit der Nasenschleimhaut eingesetzt. Dieses Mittel eignet sich auch für eine längere Anwendung, im Gegensatz zu Nasensprays mit Alpha-Sympathomimika.
Naturheilkunde immer individuell
Welches Mittel letztendlich individuell am wirksamsten bei allergischen Beschwerden ist, wird der Homöopath bei der individuellen Untersuchung feststellen. Denn homöopathische Mittel werden immer auf die Körperkonstitution und Befindlichkeiten des Patienten abgestimmt eingesetzt.