Natursteinmauer bauen - so wird´s gemacht

Eine schön gestaltete Natursteinmauer ist nicht nur Wind- und Sichtschutz sondern auch ein Blickfang für jedes Grundstück. Sie kann als Trockenmauer oder mit Mörtel gebundene Mauer gestaltet werden.


Eine schön gemachte Natursteinmauer vermittelt ein besonderes Flair – ob mediterran oder rustikal – der mit der Wahl des Natursteins und der Mauertechnik bestimmt werden kann. Feldsteine und Findlinge werden seit Jahrhunderten für Mauern verwendet, regionale Vorkommen wie Schiefer, Basalt, Granit, Muschelkalk und Sandstein sind typische Elemente einer Landschaft und für den Bau einer Natursteinmauer bestens geeignet. So vielfältig wie das Material sind auch die Bauweisen, Natursteine können ohne Mörtel als Trockenmauer verbaut aber auch mit Kalk- oder Lehmmörtel miteinander zu Schichten- oder Quadermauerwerk verbunden werden. Bei allen Bauweisen ist darauf zu achten, dass die größten Steine am Mauerfuß und an den Ecken verbaut werden, Stoßfugen mindestens zehn bis 15 Zentimeter Überdeckung haben und Kreuzfugen vermieden werden. Außerdem sind rechteckige Steine immer auf die Längsseite zu setzen.

Die freistehende Natursteinmauer

  • Sorgfältige Planung und Ausführung der einzelnen Arbeitsgänge sind für eine freistehende Natursteinmauer äußerst wichtig. Zunächst wird für ein frostsicheres Fundament ein Graben ausgehoben, der etwa doppelt so breit wie die verwendeten Steine und 80 Zentimeter tief sein sollte.
  • Die erste Schicht besteht aus verdichtetem Schotter, darauf wird ein Streifenfundament aus Beton gegossen und waagerecht abgezogen. Die Stärke des Fundaments muss der geplanten Höhe der Mauer angepasst werden. Für eine Trockenmauer werden Bruchsteine unterschiedlicher Größe so geschichtet, dass die Steine fest aufliegen und möglichst kleine Zwischenräumen bilden, die verbleibenden Hohlräume werden mit kleineren Bruchstücken verkeilt. Es wird empfohlen, die Steine der untersten Schicht in Mörtel zu setzen, damit sie vollflächig aufliegen und das Gewicht der Natursteinmauer über den ganzen Stein auf das Fundament übertragen können.
  • Schichtenmauern bestehen aus Bruchsteinen oder Steinen, die an den Stoß- und Lagerfugen bearbeitetet wurden. Sie werden mit Mörtel im regelmäßigen oder unregelmäßigen Verband verlegt. Die Schichtdicke wechselt innerhalb einer Schicht und in den verschiedenen Reihen, was der Natursteinmauer einen lebendigen Charakter verleiht. Eine bessere Standsicherheit erreicht man, wenn die Mauer einen breiten Fuß und eine sich verjüngende Krone erhält.

Die Stützmauer zur Befestigung von Geländestufen

  • Stützmauern für eine Hangbefestigung können in den bereits genannten Bauweisen errichtet werden. Bei einer geringen Höhe kann das Fundament vollständig aus Schotter bestehen, wichtig ist eine gute Wasserdurchlässigkeit. Die Natursteinmauer wird mit leichter Neigung zum Hang angelegt, indem nach jeder Schicht zunächst Erde dicht eingestampft wird und die nächste Reihe einige Zentimeter zum Hang hin versetzt wird.
  • Mit Erde gefüllte Zwischenräume können als Platz für Mauerblümchen wie Blaukissen, Steinbrech und Schleifenblume genutzt werden. Als Alternative zu gemauerten Begrenzungen können auch mit Natursteinen bestückte Drahtgitterkörbe eingesetzt werden. Sie haben eine relativ hohe Standsicherheit, sind variable an das Gelände anzupassen und in kurzer Zeit aufgebaut.