Vielen Männern erscheint die Vorstellung, Viagra rezeptfrei und nach Lust und Laune kaufen zu können, verlockend. Doch Viagra ist nicht ohne Grund verschreibungspflichtig. Eine ausführliche Untersuchung und ein Gespräch mit dem Hausarzt oder Urologen sind Grundvoraussetzungen für die gefahrlose Einnahme des potenzsteigernden Medikamentes. Auch muss dabei der Ursache der Impotenz auf den Grund gegangen werden. Denn die Erektionsschwierigkeiten können auch aus bislang unerkannten Krankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck resultieren.
Vorsicht bei Herz- und Kreislauferkrankungen
Nicht jeder Mann darf Viagra konsumieren. Erblich bedingte Erkrankungen der Netzhaut, niedriger Blutdruck, schwer verlaufende Herz- und Kreislauferkrankungen, Magen-Darm-Geschwüre und Lebererkrankungen sprechen gegen eine Einnahme von Viagra. Viagra sollte auf keinen Fall mit anderen potenzsteigernden Medikamenten kombiniert oder bei Männern mit Neigung zu krankhaften Dauererektionen verordnet werden. Für Jugendliche unter 18 Jahren ist Viagra ebenfalls tabu. Eine dauerhafte Einnahme sollte nur mit regelmäßigen Rücksprachen beim Hausarzt erfolgen. Unkontrollierter und übermäßiger Viagra-Konsum bei sich negativ verändernder Gesundheit kann schlimmstenfalls zum Tode durch Herzversagen führen.
Viagra kann Kopfschmerzen und Sehstörungen auslösen
Der Viagra-Patient sollte sich ausführlich über die möglichen Nebenwirkungen des Medikaments informieren. Dazu gehören vor allem Kopfschmerzen, eine spontane Rötung der Gesichtshaut mit starkem Wärmegefühl, gelegentliche Sehstörungen, eine Überreizung des Magens, Irritationen der Nasenschleimhaut und selten eine schmerzhafte Dauererektion. Bei einer solchen Dauererektion ist umgehend ein Arzt zu konsultieren.
Sex sollte entspannt und ohne Leistungsdruck angegangen werden
Männer, die Herz-Kreislauf-Medikamente auf Basis von Nitriten oder NO-Donatoren einnehmen und dazu Viagra kombinieren, setzen sich zudem der Gefahr eines dramatischen Blutdruckabfall ab, der zu einem lebensbedrohlichen Kollaps führen kann. Auch sollte eine Überanstrengung oder gar ein Leistungsdenken beim Sex vermieden werden. Je entspannter und gelassener der Beischlaf angegangen wird, desto intensiver kann die Wirkung von Viagra genossen werden.