Negative Kalorien - Diäthilfe oder Mythos?

Negative Kalorien nennt man im Volksmund meistens Lebensmittel, deren Verarbeitung mehr Energie benötigt, als die Lebensmittel selbst enthalten. Das gilt zum Beispiel für Obst und Gemüse, also kalorienarmen Lebensmitteln. Doch das einzige, was an dem Mythos dran zu sein scheint ist: Wenn man kalorienarme Lebensmittel in großen Mengen zu sich nimmt, hält einen dies vom zeitgleichen Verzehr kalorienreicher Produkte ab.


Laut aller physikalischen Gesetze kann Energie nur in positiver, nie in negativer Form auftreten. Negative Kalorien sind also rein wissenschaftlich betrachtet ein Widerspruch.

Diätstrategie: Negative Kalorien

  • Entstanden ist dieser Mythos vor einigen Jahren und diente vor allem Werbezwecken und innovativen, modernen Diätplänen, die sich auf den Konsum von negativen Kalorien stützen. Es liegen keinerlei wissenschaftliche Erkenntnisse vor, die die Existenz von negativen Kalorien beziehungsweise Lebensmitteln, die mehr Energie verbrauchen als zuführen, vor.
  • Es wäre auch zu schön, wenn es Speisen gäbe, die man ohne jegliche Gewichtszunahme, im Gegenteil sogar mit Gewichtsverlust, in unbegrenzten Mengen konsumieren könnte. Also: nichts als ein Mythos.

Lebensmittel mit negativen Kalorien

  • Negative Kalorien werden vor allem Obst sowie Gemüse zugeschrieben. Äpfel, Spargel oder Birnen verbrauchen angeblich mehr Kalorien als sie selbst enthalten. Der verstärkte Konsum dieser Produkte kann jedoch lediglich vom Konsum kalorienhaltiger Lebensmittel abhalten und somit einen Gewicht reduzierenden Effekt besitzen, der in erster Line nicht auf das Obst beziehungsweise Gemüse zurückzuführen ist.
  • Im Allgemeinen werden vor allem fettarmen Produkten negative Kalorien zugeschrieben. Dass diese zu einem Gewichtsverlust führen, ist kein Geheimnis. Negative Kalorien haben hier jedoch keine Beteiligung.

Standardbeispiel: kaltes Wasser

  • Ein beliebtes Beispiel, das zum Beweis von negativen Kalorien genutzt wird, ist der Konsum von kaltem Wasser. Dieses Wasser, das eine geringere Temperatur als die Körpertemperatur besitzt, muss im Körper erwärmt werden. Diese körperliche Aktivität verbraucht eine hohe Menge an Kalorien.
  • Fakt ist jedoch, dass der Körper täglich eine bestimmte Menge an Wärme abgibt. Beim Konsum von kaltem Wasser wird diese nicht an die Umwelt, sondern in das Körperinnere abgegeben, sodass kein zusätzlicher Energieverbrauch entsteht, da die Wärmeabgabe unabhängig zum kalten Wasser verläuft.