Nervenpunktmassage

Bei der Nervenpunktmassage werden auf ebenjene Stellen Druck ausgeübt, die nach der manuellen Stimulierung dafür sorgen, dass bestimmte Krankheiten geheilt werden. Durch die Reizweiterleitung an die Rezeptoren an den jeweiligen erkrankten Körperstellen werden verschiedene Prozesse in Gang gesetzt.


Die Nervenpunktmassage ist auf den Mediziner Alfons Cornelius zurückzuführen, welcher im 19. Jahrhundert Nervenpunkte und ihre Behandlungsmöglichkeiten erforschte und eine entsprechende Therapie entwickelte. Der Berliner Arzt ging davon aus, dass die Reizung bestimmter Druckpunkte Ursache für verschiedene Krankheiten sei und eine Heilung durch Behandlung dieser Punkte erfolge.

  

Mittlerweile gibt es verschiedene Kategorien, die auf der Lehre Cornelius aufbauen, wie zum Beispiel die asiatische Nervenpunktmassage, welche keine Krankheiten heilen, sondern das seelische Gleichgewicht wieder herstellen soll. Einige dieser Unterarten beschränken sich auch auf bestimmte Körperregionen, wie den Fuß oder den Rücken.

Durchführung:
Es werden je nach Beschwerde die entsprechenden Druckpunkte manuell stimuliert.

Wirkung:
Die Nervenpunkte leiten die durch die Massage empfangenen Reize an Rezeptoren in der Haut, den Muskeln, im Gelenk- oder Knochenapparat und auch im Organbereich weiter. Die empfangenen Impulse bewirken eine Linderung der Symptome beziehungsweise eine Heilung der Beschwerden.

Einschränkungen:
Das Verfahren der Nervenpunktmassage ist wissenschaftlich nicht bestätigt, findet jedoch oftmals bei Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, wie Hexenschuss oder Lähmungserscheinungen, Verwendung. Außerdem wird die spezifische Massagetechnik bei Nervenleitstörungen oder postoperativen Sensibilitätstörungen eingesetzt. Nebenwirkungen sind nicht bekannt.