Nestfarn - die optische Abwechslung unter den Farnen

Der etwas andere Nestfarn gehört, wie alle Farne, zu den etwas pflegeintensiveren und empfindlichen Zimmerpflanzen.


Botanischer Name: Asplenium nidus

Allgemein
Der Nestfarn gehört zu den Streifenfarngewächsen und bietet vom Aussehen her eine Abwechslung zu der sonst gewohnten Optik der Farne. Statt den feinen Blättchen, die in gefiederten Wedeln zusammengefasst sind, besitzt der Nestfarn breite Blätter, die bis zu einem Meter lang werden können. Vorausgesetzt, die empfindliche Pflanze wird gut gepflegt. Die Wedel haben eine schöne hellgrüne Farbe und sind am Rand gewellt. Je älter und gesünder der Nestfarn ist, desto gleichmäßiger wächst die Blattrosette. Die Farnfamilie Asplenium, zu der der Nestfarn zählt, kommt wildwachsend in der Natur auf allen Kontinenten vor. Die unterschiedlichen Arten benötigen trotz des teils sehr verschieden Aussehens, beinahe die gleiche Pflege.

Standort
Der optimale Standort für Nestfarn ist ein schattiges oder halbschattiges Plätzchen in der Wohnung. Solange er nicht in der direkten Sonne steht, darf es auch ruhig in der Nähe eines Fensters sein, beispielsweise, wenn es zur Nordseite zeigt. Das ganze Jahr über sollte die Temperatur am besten nicht unter 18 Grad fallen. Die Luft muss trotz der ständigen Wärme auch eine gewisse Feuchtigkeit enthalten. Dennoch sollte man die Blätter nicht besprühen! Stattdessen kann man eine Unterschale mit Kies und Wasser füllen und den Topf darauf stellen. Der Standort sollte, wenn einmal festgelegt, nicht gewechselt werden, da die Pflanze darauf sehr empfindlich reagiert.

Pflege
Im Sommer braucht der Nestfarn ganz besonders viel Wasser. Dann sollte man ihn hin und wieder „tauchen“. Dazu nimmt man zimmerwarmes und kalkarmes Wasser und taucht den Topf für einen längeren Moment ein. Anschließend lässt man das überschüssige Wasser abtropfen. Von April bis Ende August sollte man außerdem alle drei Wochen Flüssigdünger zum Gießwasser dazugeben – jedoch nur in der halben Konzentration, als auf der Packung beschrieben. Ein Umtopfen ist nur alle drei Jahre notwendig. Dabei muss man vorsichtig vorgehen, da es die Pflanzen sehr stresst.

Vermehrung
Die Vermehrung des Nestfarns kann man über seine eigenen Sporen versuchen. Diese erntet man lediglich ab. Anschließend streut man sie auf ein keimfreies Erde-Sand-Gemisch und lässt sie bei etwa 22 Grad keimen. Dies kann man entweder im Januar versuchen oder etwa im Juli. Es dauert aber sehr lange und erfordert viel Pflege bis aus dem zunächst grünen Flaum richtige Pflanzen werden.

Schädlinge und Krankheiten
Ein großes Problem ist, wenn die Luft für den Farn zu trocken wird, was an braunen Blättern erkennbar ist. Diese können vorsichtig abgeschnitten werden, wobei etwa ein Millimeter der welken Blätter stehen bleiben muss. Auch treten bei trockener Luft zusätzlich oft Schildläuse auf. Diese kann man mit einem spiritusbehandelten Wattestäbchen abtupfen. Wenn dies nicht hilft, muss man Pflanzenschutzmittel anwenden. Falsches Gießen kann zu braunen Flecken auf den Blättern führen, oder aber es deutet auf Zugluft hin, welche von den Pflanzen nicht vertragen wird. Düngemangel kann man wiederum an blassen Blättern erkennen oder wenn sie weiße Flecken haben.