Neurolinguistische Programmierung: Kommmunizieren leicht gemacht

Die Neurolinguistische Programmierung, kurz NLP, soll die Kommunikation mit anderen erleichtern.


Sie haben das Gefühl, Sie werden oft missverstanden? Die Kommunikation mit anderen läuft häufig ins Leere? Sie haben Schwierigkeiten, Meinungen oder Forderungen durchzusetzen? Vielleicht ist ein Kurs in Neurolinguistischer Programmierung (kurz NLP) genau das Richtige für Sie.

Worauf basiert NLP?
Die NLP untersucht Verhaltensmuster, die durch die Interaktion zwischen Gehirn, Sprache und Körper entstehen. Sie wurde von Richard Bandler und John Grinder Anfang der siebziger Jahre entwickelt und basiert auf verschiedenen Modellen, zum Beispiel auf Noam Chomskys Transformationsgrammatik, auf Alfred Korzybskis Forschung aber auch auf der Pawlowschen klassischen Konditionierung. Generell baut die Neurolinguistische Programmierung auf den Konstruktivismus auf, bezieht sich jedoch auf noch viele weitere Modelle.

Wobei kann NLP helfen?
Im Grunde handelt es sich bei vielen NLP-Kursen um eine Kurzzeit-Psychotherapie. Es geht darum
Verhaltensweisen zu erkennen und zu verändern und Einstellungen zu überdenken. Mithilfe von verschiedenen Techniken und Methoden soll man seine Kommunikationsfähigkeit verbessern.
Kurse in der Neurolinguistischen Programmierung werden unter anderem für Berater, Trainer, Psychotherapeuten, Manager und Lehrer aber auch für ganz normale Privatpersonen angeboten. Diese Kurse dienen vorrangig zur Selbsterfahrung, Grundlagenkenntnisse und Methoden werden vermittelt.

Grundannahmen
Im NLP geht man von der Grundanlage aus, dass innere Vorgänge mit der inneren Wahrnehmung des Menschen gleichgesetzt werden können. Um psychologische Störungen zu diagnostizieren, wird der Klient befragt.
Des Weiteren gibt es zwölf wichtige Vorannahmen, diese wurden von den Entwicklern Bandler und Grindler als entscheidende Punkte zum Modellieren erfolgreicher Persönlichkeiten genannt. Die
Kommunikation wird auf all diesen Vorannahmen aufgebaut. Einige der Vorannahmen sind beispielsweise:

  • Es gibt in der Kommunikation keine Fehler oder Defizite. Alles ist Feedback.
  • Der Sinn jeder Kommunikation ist nicht die Absicht, sondern die Reaktion, die sie beim Gegenüber auslöst.

Laut NLP nimmt man die Umwelt mit seinen fünf Sinnen wahr. Diese sind die Kommunikationskanäle, man spricht von VAKOG, kurz für visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch und gustatorisch.

Kritik
Die Modelle und Konzepte, auf die sich das NLP bezieht, liegen in der Geisteswissenschaft begründet. Neuere Erkenntnisse der Neuropsychologie sowie der psychologischen
Grundlagenforschung werden nicht berücksichtigt. Manche Psychologen betrachten NLP daher als Pseudowissenschaft. Im akademischen Bereich ist NLP unbedeutend und unterliegt daher auch nicht der Kontrolle anderer Wissenschaftler. Studien bezüglich der Wirksamkeit von NLP sind uneinheitlich. Wichtige Kriterien werden nicht erfüllt, ein Nachweis über die Wirksamkeit von NLP konnte bis heute nicht erbracht werden. Auch verbinden viele Anbieter in ihren Kursen NLP mit Esoterik.