Neuropsychologie

Den Übergang zwischen dem Training der motorischen Fähigkeiten und der Psychotherapie bildet ein Training der Neuropsychologie. Hierbei werden kognitive Fähigkeiten geschult.


Neben den offensichtlichen körperlichen Behinderungen treten bei Patienten nach einem Schlaganfall auch kognitive Leistungsminderungen auf. Wahrnehmung, Konzentrationsvermögen, Lernfähigkeit, das abstrakte Denkvermögen und die allgemeine geistige Flexibilität sind nach einem Hirninfarkt deutlich eingeschränkt.

Tests der Neuropsychologie
Zunächst stellt die Neuropsychologie mittels verschiedener Tests fest, welche Gehirnbereiche besonders in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Anschließend beginnt eine auf den Patienten abgestimmte Schulung der Störungen, aber auch die erhaltenen Fähigkeiten werden speziell gefördert. Die Auswahl der jeweiligen Therapien richtet sich nach dem Schweregrad der Handicaps und der individuellen Belastbarkeit des Patienten. Unter Zurhilfenahme von bestimmten Arbeitsmaterialien (Piktogramme) und Software-Programmen werden Sinnesanregungen gegeben und grundlegende Fähigkeiten, etwa das Rechnen, geschult. Oft muss der Patient auch zuhause Anstrengungen unternehmen, um seine kognitiven Fähigkeiten zu stärken, beispielsweise das Führen eines Tagebuchs bei Gedächtnisproblemen. Seit Neuestem werden auch “virtuelle Welten” eingesetzt, um Gesichtsfeldausfälle oder andere Störungen zu behandeln. Neben den eigentlichen Übungen gehören auch psychologische Einzelgespräche und Belastungsproben zum Training, um den Betroffenen auf ein geregeltes Alltagsleben vorzubereiten.

Das Training der Neuropsychologie läuft meist über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen.