Nichtraucherkurse: gemeinsam stark sein

Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, kann nach Gleichgesinnten Ausschau halten. Es gibt zum Beispiel Nichtraucherkurse, in denen die Teilnehmer sich gegenseitig unterstützen.


Rauchen ist eine weit verbreitete Angewohnheit. Viele Menschen beginnen schon in der Jugend und wer nach einiger Zeit vom Glimmstengel loskommen möchte, hat es in der Regel nicht leicht. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das in einer Zigarette enthaltene Nikotin zu den süchtigmachenden Substanzen zu zählen ist. Nichtsdestotrotz versuchen viele Raucher, sich das Rauchen abzugewöhnen und nehmen zum Beispiel an Nichtraucherkursen teil.

Eigene Gewohnheiten erkennen
Zu Beginn eines Kurses zur Rauchentwöhnung müssen sich Teilnehmer über ihr eigenen Rauchverhalten bewusst werden. Dazu ist es wichtig, sich zum Beispiel folgende Fragen zu stellen: In welchen Situationen greift man zur Zigarette? Wie häufig wird der Drang zum Rauchen verspürt? Welche Situationen entstehen, wenn nicht geraucht wird? Da es sich bei einem Nichtraucherkurs um eine verhaltenstherapeutische Maßnahme handelt, muss jeder Teilnehmer dazu bereit sein, sein eigenes Handeln zu hinterfragen. Nur wenn dies geschieht, kann man Strategien entwickeln, um die Situation langfristig zu verändern. Oft ist auch der Erfahrungsaustausch in der Gruppe hilfreich beim Erkennen der eigenen Verhaltensweisen.

Alternative Verhaltensmuster erlernen
Wenn der Raucher erkannt hat, in welchen Situationen und warum er zur Zigarette greift, sollte er bewusst Alternativen dazu wählen. Um die körperliche Abhängigkeit schrittweise zu mindern, kann anfangs Nikotinersatz angewendet werden. Oft geschieht dies in Form von Nikotinpflastern oder nikotinhaltigem Kaugummi. Schrittweise sollte der potenzielle Nichtraucher sich darum bemühen, auch in angespannten und Stress-Situationen nicht zur Zigarette zu greifen, sondern zum Beispiel bewusst zu entspannen.

Den Therapieerfolg sichern
Damit die Erfolge der Nichtraucherkurse langfristig gehalten werden können, ist es unerlässlich, Mechanismen zur Selbstkontrolle sowie Abwehrstrategien zu vermitteln. Jeder ehemalige Raucher unterliegt der Gefahr, in bestimmten Situationen wieder zur Zigarette zu greifen. Es ist von großer Bedeutung, dass in dem Nichtraucherkurs dieses Thema ausführlich zur Sprache kommt und die Teilnehmer darauf vorbereitet werden. Nur dann besteht eine gute Chance, langfristig dem Nikotin zu entsagen. Auch die gegenseitige Motivation ist ein wichtiger Bestandteil eines Nichtraucherkurses. Die Anerkennung bei kleinen Erfolgen und Unterstützung in schweren Situationen können entscheidend zum Gelingen der Rauchentwöhnung beitragen.

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