Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz

Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz ist ein wichtiges Thema. Gesetzliche Bestimmungen gibt es allerdings erst seit einigen Jahren.


Das Rauchen am Arbeitsplatz ist in der sogenannten Arbeitsstättenverordnung gesetzlich geregelt. Im April 2004 wurde der §5 geändert, er besagt nun, dass Rauchen in Räumen, in denen mehrere Menschen beruflich tätig sind, grundsätzlich untersagt ist. Öffentliche und private Einrichtungen können sich jedoch selbstständig über ihre geltenden Regelungen einigen. Im Juli 2007 ergänzte ein Nachtrag diesen Paragrafen: „Soweit erforderlich, hat der Arbeitgeber ein allgemeines oder auf einzelne Bereiche der Arbeitsstätte beschränktes Rauchverbot zu erlassen."
Inzwischen ist jeder Arbeitgeber verpflichtet, den Nichtraucherschutz in seinem Betrieb zu gewährleisten.

Gute Gründe für das Rauchverbot
Es gibt zahlreiche Gründe für das Rauchverbot, denn auch deutsche Arbeitgeber haben weitaus höhere Ausgaben, wenn sie das Rauchen in den Betriebsräumen erlauben. So sind die jährlichen Kosten für Belüftung, Reinigung und Renovierung deutlich höher, auch die Brandgefahr steigt. Zudem ermuntert eine rauchfreie Umgebung, Raucher mit ihrem Laster zu brechen. Außerdem verhilft eine Gesundheit fördernde Geschäftspolitik zu einem positiven Image und entlastet die Arbeitgeber, denn kranke Arbeitnehmer sorgen für Arbeitsausfälle. Tatsache ist: Raucher sind häufiger krank als Nichtraucher. Erstere melden sich durchschnittlich 2,5 Tage mehr krank als die nicht rauchenden Kollegen. Zudem bewirkt der giftige Tabakrauch, dass auch Nichtraucher erkranken. Zunächst stellen sich Kopfschmerzen und Übelkeit ein, später kommt es zu einer Reizung der Atemwege, in manchen Fällen entwickeln sich sogar bösartige Tumore.

Nichtraucherschutz der Mitarbeiter
Passivraucher werden mit den nun geltenden Gesetzen wirksamer vor dem toxischen Rauch geschützt. In vielen europäischen Ländern, auch in den USA, wo das Rauchverbot schon länger gültig ist, zeigen sich positive Auswirkungen. Mitrauchende Kollegen sind vor allem von Atemwegsbeschwerden wie Kurzatmigkeit und Asthma betroffen. In Irland, hier gilt das Rauchverbot seit 2004, und den USA ging die Zahl dieser Erkrankungen deutlich zurück. In Kalifornien etwa verzeichneten Ärzte und Gesundheitswesen einen 60-prozentigen Rückgang akuter Atemwegssymptome, Hals, -Nasen-, und Augenbeschwerden konnten sogar um 80 Prozent gesenkt werden. In Norwegen steigerte sich die Lungenfunktion der Mitarbeiter, auch hier besserte sich der allgemeine Gesundheitszustand dank der rauchfreien Arbeitsatmosphäre.