Niedrigenergiehausförderung beantragen - so gehts

Die Niedrigenergiehausförderung bietet dem Bauherrn ein kostengünstiges Bauen oder Sanieren von Wohnraum und ist einfach zu beantragen.


Zur weiteren Verbreitung von energieeffizientem Wohnraum werden in Deutschland bestimmte Neubauvorhaben und Sanierungen bestehenden Wohnraumes staatlich gefördert. Es werden zinsgünstige Darlehen oder auch nicht rückzahlbare Zuschüsse angeboten. Eine dieser Maßnahmen ist die Niedrigenergiehausförderung.

Die Förderungen durch die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank)
Ausgehend von der aktuellen Energieeinsparverordnung wird die Niedrigenergiehausfördrung für bestimmte Effizienzhausklassen vorgenommen. Diese Einteilung unterliegt je nach technischen Weiterentwicklungen ständigen Erneuerungen. Wichtig ist deshalb, den aktuellen Stand bei der Energiehausförderung zugrunde zu legen. Basis für ein Niedrigenergiehaus ist die Effizienzklasse 70, bei der die Kombination aus Energiebedarf und Wärmeverlust 70 Prozent eines konventionellen Hauses beträgt. Es wird ein zinsgünstiges Darlehen in Höhe von maximal 50.000 Euro je abgeschlossener Wohneinheit gewährt und die reinen Baukosten werden zu 100 Prozent berücksichtigt. Nicht förderfähig sind die als „Muskelhypothek“ bezeichneten Eigenleistungen und die Kosten für Grundstück und Außenanlagen. Bei Bauvorhaben, die zu einer höheren Energieeffizienz führen, beispielsweise Energieeffizienzhäuser 55, 40 oder Passivhäusern, gibt es einen einmaligen Tilgungszuschuss von 5 bis 10 Prozent des Kreditbetrages. Die Zinsleistungen fallen nur für den gesamten abgerufenen Kreditbetrag an, sodass Doppelbelastungen durch Miete plus Zinsen bei der Niedrigenergiehausförderung vermieden werden. Sofern bei einer Sanierungsmaßnahme ein Förderkredit nicht in Anspruch genommen wird, kann ein Investitionszuschuss von bis zu 13.125 Euro, je nach Energieeffizienzwert, direkt gezahlt werden. Zusätzlich ist vor Baubeginn eine Energieberatung durch einen unabhängigen Energieberater sinnvoll, deren Kosten mit bis zu 2.000 Euro ebenfalls gefördert werden.

Die Beantragung der Zuschüsse ist unkompliziert
Die Niedrigenergiehausförderung wird bei der jeweiligen Hausbank des Bauherrn beantragt. Diese frei zu wählende Bank leitet die Anträge dann kostenfrei an die Kreditanstalt für Wiederaufbau weiter. Die entsprechenden Antragsformulare sind bei der Hausbank erhältlich oder direkt bei der KfW-Bank zu bestellen und auch online verfügbar, jedoch nicht online einreichbar. Bei der Beantragung zu beachten ist, dass der Antrag vor Beginn des Vorhabens bei der Hausbank eingereicht werden muss. Ebenso muss die Energieeffizienz vorher von einem unabhängigen, frei zu wählenden Sachverständigen bescheinigt werden. Zusätzlich zu dieser Niedrigenergiehausförderung werden auch Förderungen seitens der Bundesländer, und teilweise der Kommunen und der jeweils regionalen und örtlichen Energieversorger angeboten.