Niedriger Blutdruck - Gefahr in der Schwangerschaft

Ein zu niedriger Blutdruck während der Schwangerschaft, sollte behandelt werden, da das ein erhöhtes Risiko für Mutter und Kind bedeutet. Grund dafür ist, dass der niedrige Blutdruck beim Kind das Wachstum hemmen kann.


Viele Menschen leiden unter einem niedrigen Blutdruck. Normalerweise wird dies als eher unbedenklich eingestuft, zumal zwei Millionen Deutsche unter den damit verbundenen Symptomen wie Müdigkeit, Schwindel und Konzentrationsschwierigkeiten leiden. Kommt es zu keiner ernstzunehmenden Beeinträchtigung im Alltag der Betroffenen kann man mit einem niedrigen Blutdruck ganz gut leben. Im Gegenteil, Menschen mit einer Hypotonie dürfen in der Regel sogar mit einer höheren Lebenserwartung rechnen. Auf den ersten Blick ist daher ein zu niedriger Blutdruck im Gegensatz zu einem zu hohen Blutdruck eher positiv zu bewerten.

Gefahr für Mutter und Kind
Dennoch birgt ein zu niedriger Blutdruck bei einer schwangeren Frau zusätzliche Risiken. Gerade sehr junge Frauen von schlanker Gestalt sollten stets auf ihren Blutdruck achten. Er sollte den Grenzwert von 100/70 mm/Hg nicht unterschreiten. Manchmal sind aber auch die Symptome, die für einen zu niedrigen Blutdruck sprechen, während der Schwangerschaft gut spürbar. Dies erleichtert für den Arzt die Diagnose. Häufiger Schwindel, gesteigerte Reizbarkeit und eine andauernde Müdigkeit trotz ausreichendem Schlaf können ein Indiz dafür sein.

 

Lesen Sie auch: Beschwerden in der Schwangerschaft – Einmal in den Arm nehmen, bitte!

Schwangerschaftsbedingte Ursachen
Niedriger Blutdruck kann eine Begleiterscheinung der Schwangerschaft sein. Auch wenn der Kreislauf der werdenden Mutter zuvor stabil war, kann es durch die Veränderungen im Hormonhaushalt, die durch die Schwangerschaft entstehen, auch zu einem verlangsamten Blutkreislauf kommen. Ein Mangel an Bewegung und Stress unterstützen diese Symptomatik. Allerdings beeinflussen auch Flüssigkeitsmangel oder ein starker Blutverlust die Senkung des Blutdrucks negativ .

Mögliche Komplikationen
Wird der niedrige Blutdruck nicht behandelt, bedeutet dies ein erhöhtes Risiko für Mutter und Kind. Denn der niedrige Blutdruck kann beim Kind das Wachstum hemmen. Infolgedessen treten Entwicklungsstörungen auf. Durch den Sturz aufgrund eines kreislaufbedingten Schwindelanfalls können sich Mutter und Kind ernsthaft verletzen. In manchen Fällen löst ein solcher Sturz sogar eine Frühgeburt aus.

Blutdruck beobachten
Schwangere sollten daher stets ihren Blutdruck beobachten und messen. Sind die Werte zu niedrig, sollten mit einem Gynäkologen weitere Maßnahmen besprochen werden. Ein ausgewogener Salz- und Wasserhaushalt kann positiv auf einen niedrigen Blutdruck wirken. Schwangere sollten daher darauf achten, dass sie stets ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Kopfschmerzen hingegen können ein Indiz dafür sein, dass der Wasser- und Salzhaushalt nicht ausgeglichen ist. Eine schwangere Frau sollte daher darauf achten, täglich genügend Wasser zu trinken. Sie unterstützt damit nicht nur ihren eigenen Kreislauf, sondern auch den ihres heranwachsenden Kindes.