Nikotinpflaster – wie wirksam sind sie tatsächlich?

Der Kopf muss klar sein bevor man mit dem Rauchen auffhört. Nikotinpflaster können hierbei helfen.


Wenn man den Entschluss gefasst hat, sich auf den Weg zu machen, endgültig das lästige Rauchen aufzugeben, so ist das Nikotinpflaster ein Hilfsmittel, das sehr unterstützen sein kann. Wichtig ist Klarheit im Kopf und der Wille wirklich mit dem Rauchen aufzuhören und vor allem, das man den Entschluss selbst gefasst hat. Das Nikotinpflaster lindert den Entzug, ersetzt aber nicht die Kopfarbeit. Man muss lernen, die Zeit ausfüllen, in der man sonst zur Zigarette gegriffen hat. Die Pflaster dienen dazu, den körperlichen Entzug zu lindern und sind damit eine hilfreiche Krücke auf dem Weg zum Ex-Raucher.

Das richtige Nikotinpflaster
Die Pflaster bietet der Handel in drei verschiedenen Stärken an. Sie sind hauptsächlich für mittelstarke Raucher geeignet. Die geeignete Stärke des Pflasters muss man an Hand seiner Rauchgewohnheiten, also der Anzahl der Zigaretten, die man am Tag raucht, herausfinden. Um einen anhaltenden Erfolg zu erzielen, sollte man die Pflaster bis zu einem viertel Jahr kleben.

Wirkungsweise des Nikotinpflasters
Ein Pflaster wird jeweils für 24 Stunden auf die Haut geklebt. Ob an Arm, Bein oder Hüfte spielt dabei keine Rolle. Der Wirkstoff Nikotin wird in diesem Zeitraum kontinuierlich an den Körper abgegeben um den körperlichen Entzug zu mildern. Alle anderen Giftstoffe, die eine Zigarette enthält, wie Kohlenmonoxid, Teer oder die anderen krebserregenden Substanzen fallen hierbei weg. Wenn ein Pflaster geklebt wurde darf man keine Zigarette anfassen. Nach einem Zeitraum von vier bis sechs Wochen sollte man die nächst niedrige Pflasterdosierung wählen und wieder für zwei bis vier Wochen kleben. Danach wieder reduzieren, bis man das Nikotinpflaster ganz weglassen kann. Wichtig ist, bei Vorerkrankungen, vor allem Herz- und Schilddrüsenerkrankungen, mit dem Arzt zu sprechen, da die Pflaster zwar rezeptfrei zu kaufen sind, aber trotzdem von Nebenwirkungen begleitet werden können. Vorsicht sollten auch Schwangere und stillende Mütter walten lassen. Ansonsten können alle Nebenwirkungen auftreten, die man auch von Rauchen her kennt, Schwindel, Übelkeit, Herzrasen oder Blutdruckanstieg. An der jeweiligen Klebestelle des Pflasters kann es zu gelegentlichen Rötungen der Haut kommen, die aber meist schnell wieder verschwinden. Wenn man sich an die Anwendungsvorschriften hält und das Pflaster konsequent anwendet sowie die innere Einstellung zum Nichtrauchen gefunden hat, hat man gute Chancen bald zu den Exrauchern zu gehören. Denn: Hat der Kopf ganze Arbeit geleistet, tut es der Körper auch.

 

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