Nisthilfen und Nistkästen - eine Übersicht

Nisthilfen und Nistkästen sind für wildlebende Tiere bestimmt, um deren Bestände zu fördern und zu sichern, da die natürliche Umgebung dies nicht mehr zulässt


Viele Tierarten sind heutzutage bedroht, da ihr natürlicher Lebensraum verändert wurde. Sie können keine geeigneten Nistplätze mehr finden und somit würde sich ihr Bestand immer mehr verringern, wenn der Mensch hier keinen Ausgleich schaffen würde. Daher empfiehlt sich der Bau von Nisthilfen und Nistkästen.

Nistkästen
Für Vögel werden seit Jahrzehnten Nisthilfen aufgehängt. Viele bei uns vertretene Arten sind ebenfalls vom Aussterben bedroht, da ihnen in der Natur morsche und alte Bäume fehlen, wo sie ihre Nester bauen könnten. Auch passende Gebäudenischen, an denen sie ihr Nest bauen könnten, sind selten geworden, denn Vögel bauen nur dort ein Nest, wo sie auch Nahrung finden. So reicht es nicht nur aus einen Nistkasten im eigenen Garten aufzuhängen, wenn dieser keine ausreichende Nahrung bietet. Dann bleibt auch dieser leer. Neben der Förderung des Wachstums eignen sich Nistkästen zudem im Winter als Unterschlupf, da sich hier die Vögel ein Winternest schaffen, in das sie sich bei Frost warm einkuscheln können.

Nistkasten bauen mit Kindern ist ein besonders Vergnügen
Gerade Kindern macht es Spaß solche Nistkästen selbst zu bauen, da diese mit wenig Aufwand und mit ein wenig Hilfe der Eltern hergestellt werden können. Die jeweiligen Nisthilfen selbst und das Einflugloch sollten jedoch so groß gebaut, beziehungsweise ausgesägt werden, dass die jeweilige Vogelart auch hinein passt. Wie groß die Kästen für bestimmte Vogelarten sein müssen, können leicht im Internet recherchiert werden, denn vorher muss überlegt werden, für welche Vogelart man den Nistkasten baut. Ebenfalls muss der entsprechende Nistkasten an bestimmten Stellen aufgehängt werden, denn nicht alle Vögel brüten auf Bäumen oder in der gleichen Höhe. So sollten Nistkästen für Blau-, Sumpf-, Hauben- und Tannenmeisen ein rundes Einflugloch von 28 Millimetern, eine Kastengröße von 30 mal 30 mal 40 Zentimetern haben und in einer Höhe von zwei bis acht Metern aufgehängt werden. Für Kleiber, Kohlmeisen, Sperlinge und Trauerschnäpper muss das runde Einflugloch bei gleicher Größe des Kastens 32 Millimeter betragen und mehrere Kästen sollten in zwei bis fünf Meter Höhe am besten an hellen Laubbäumen aufgehängt sein.

Nisthilfen
Hier gibt es verschiedene Formen. Bekannt sind sogenannte Nistwände, die Insekten benötigen. Für diese Nistwände eignen sich hohle Pflanzenstängel, die gebündelt wurden oder Stein- und Holzblöcke, die mit Bohrlöchern versehen werden. Die Nistwände müssen an einem nach Süden gewandten Ort aufgestellt werden. Der Naturschutzbund bietet bei Bedarf Hilfe, wenn es um den Bau und die richtige Aufstellung von Nisthilfen geht.