Noch mehr Einkaufsfallen im Supermarkt

Mit unzähligen Einkaufsfallen sollen Kunden dazu bewegt werden, noch mehr einzukaufen. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten müssen.


Weiter Einkaufsfallen wollen wir Ihnen jetzt zeigen. Wir kaufen, was wir sehen, und was uns anspricht, viele Kaufentscheidungen werden spontan getroffen. Je länger man im Laden bleibt, umso mehr fallen die Hemmungen. Die Einkaufsliste ist schnell vergessen, stattdessen geht man zu Lustkäufen über.

Verweile doch...
Dementsprechend soll man sich also möglichst lange im Supermarkt aufhalten. Deshalb ist er angenehm hell ausgeleuchtet und etwa 19 Grad warm, langsame Hintergrundmusik lässt uns langsamer werden, genau wie die drapierte Gemüse- und Obstauswahl direkt am Eingang.
Kunden gehen am liebsten links herum – also sind Supermärkte so aufgebaut, dass wir gegen den Uhrzeigersinn gehen – schließlich kaufen wir mehr, wenn wir zufrieden sind.

Was riecht denn hier so gut?
Mit Düften sollen wir ebenfalls dazu verführt werden, ein wenig länger zu bleiben. In der Bäckereiabteilung duftet es also nach Vanille, überall sonst nimmt man einen leichten Blumenduft wahr. In Autohäusern soll sogar der Geruch von Leder den unangenehmen Gummigeruch übertönen. Mit Erfolg: Einer Studie zufolge steigt der Umsatz durch Düfte um bis zu sechs Prozent. Mit ganz anderen Einkaufsfallen wird bei den frischen Produkten gearbeitet. In der Obst- und Gemüseabteilung sorgen geschickt angebrachte Spiegel und warmes Licht, dafür, dass alles frisch und knackig aussieht, leicht rötliches Licht lässt jedes Fleisch schön schimmern.

Nur schnell noch die Nudeln...
Eigentlich wollten Sie nur schnell die Zutaten fürs Abendessen kaufen. Zu den Spaghetti brauchen Sie noch Dosentomaten? Wie praktisch, dass diese gleich daneben stehen – allerdings sind diese Produkte meist sehr teuer – in der eigentlichen Abteilung würde man auch deutlich günstigere Konserven finden. Der gleiche Trick wird oft bei Wein und Käse angewendet, man spricht hier von Kombiplatzierung. Mitten im Gang steht eine Palette mit Produkten – schon geht man davon aus, dass es sich um ein Sonderangebot handelt und greift zu – oft ist dies aber gar nicht der Fall.

Nur das Nötigste?
Sie wollten nur Milch, Brot und Käse kaufen? Neben den Produkten des täglichen Gebrauchs stehen teure Luxuswaren – Dinge, die man nicht braucht, an denen der Laden aber besonders viel verdient. In der Schlange an der Kasse ist es besonders schlimm. Angeblich wird hier bis zu zehnmal soviel Umsatz gemacht wie im Rest des Ladens. „Quengelware“ werden die Schokoriegel an der Kasse auch genannt – schließlich sollen sie direkt die Kinder der Kundschaft ansprechen.
Übrigens: Sie dachten, dass ein Laden, der Mini-Einkaufswagen für die Kinder anbietet, familienfreundlich sei? Von wegen – so sollen schon kleine Kinder dazu animiert werden, zuzugreifen.