Nötige Schwangerschaftsvorbereitungen

Informationen rund um die nötigen Schwangerschaftsvorbereitungen. Erfahren Sie unter anderem mehr über gefährliche Krankheiten, die Sie und ihr Kind während der Schwangerschaft erwarten könnten.


Ihr wünscht euch ein Kind und möchtet schwanger werden. Im Bauch wirbeln Schmetterlinge und einige Gedanken gehen Euch jetzt durch den Kopf. Unsere Checkliste der nötigen Schwangerschaftsvorbereitungen soll Euch helfen, Euch nicht soviel Sorgen zu machen.


Schwangerschaftsvorbereitungen - Rundum fit
So richtig gesund leben, das ist nun das Thema Nummer 1 für Euch!

 

Wenn man Fit und beweglich ist, dann fällt die Schwangerschaft viel leichter. Wenn Ihr bis jetzt kein Sport getrieben habt, dann fangt nun mit leichtem Training an: Walking z.B.

Auch für den Rücken solltet Ihr einige Übungen machen, denn der wird in der Schwangerschaft als auch beim Stillen sehr beansprucht werden

Rauchen ist total tabu!!! Rauchen verringert die Fruchtbarkeit und schadet dem Ungeborenem erheblich.
Auch Alkohol solltet Ihr absolut vermeiden!! Er kann zu Fehlbildungen führen! Es gibt sehr leckere Säfte, die die Lebensfreude stärken!

Entspannen und Genießen. Alltagsstress und Sorgen belasten den Körper. Nehmt Euch regelmäßig eine Auszeit. Vielleicht ein warmes Bad am Freitagabend, schöne Musik und ein gutes Buch oder eine gemütliche Schmusezeit zu zweit. Solche Ruhezeiten sind in den kommenden Jahren der wahre Himmel – warum nicht schon jetzt darin schweben?

Achtet auf eine gesunde Ernährung mit viel frischen Zutaten und Mineralstoffen. Auch wenn Ihr bereits ausgewogen esst, solltet Ihr trotzdem zusätzlich Folsäure einnehmen, pro Tag 0,4 mg. Wichtig ist, rechtzeitig vier Wochen vor Eintritt einer Schwangerschaft damit anzufangen und in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen weiterzumachen. Damit beugt Ihr dem „Offenen Rücken“ beim Baby vor. Achtet außerdem auf eine ausreichende Jodversorgung

Tipps

Baby kommt nicht?
Immer mit der Ruhe! Ist die Entscheidung für ein Kind erst einmal gefallen, können viele Paare es kaum abwarten. Nach einem halben Jahr kommen dann schon mal Zweifel auf – sind wir unfruchtbar? Besprecht solche Ängste mit Eurem Partner, bevor Sexualität und Partnerschaft darunter leiden. Und vor allem, setzet Euch nicht unter Druck! Frühestens nach einem Jahr ohne Wunschkind besteht Anlass zum Arzt zu gehen.

Jobwechsel
Euer Chef muss nicht wissen, ob Ihr einen Kinderwunsch habt oder nicht! Sagt also im Bewerbungsgespräch guten Gewissens „Nein“.

Rundum gesund
Während der Schwangerschaft können einige Vorsorgen nicht mehr durchgeführt werden. Deshalb: Jetzt zum Gesundheits-Check:

Impf-Check. Sind seit der letzten Impfung gegen Diphtherie und Tetanus 10 Jahre vergangen, steht eine Auffrischimpfung an. Nutzt die Gelegenheit, um mit Eurem Arzt auch über andere Impfungen zu sprechen. Vielleicht möchtet Ihr in der Grippe-Saison vor Influenza geschützt sein, die echte Virusgrippe ist für Schwangere besonders gefährlich.

Test auf Röteln-Immunität. Eine Rötelninfektion in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft kann beim Ungeborenen Linsentrübung mit Blindheit, Innenohrschäden (Taubheit), Herzfehler und einen zu kleinen Kopf mit schwersten körperlichen und geistigen Behinderungen verursachen. Fehlgeburten sind möglich. Auch Infektionen in der späteren Schwangerschaft können Organschäden verursachen. In Deutschland sind viele Kinder nur unvollständig gegen Röteln geimpft, in der Schwangerschaft ist die Impfung nicht mehr möglich.

Test auf Windpocken-Immunität. Erkrankt eine Frau in den ersten 19 Wochen einer Schwangerschaft, kann es beim Ungeborenen zu schweren Fehlbildungen etwa an Haut (Narben), Augen oder Gehirn kommen. Erkrankt die Schwangere 5 Tage vor bis 2 Tage nach der Entbindung kommt es zu schweren Erkrankungen des Neugeborenen und 30% der Kinder sterben. Etwa 3 bis 4% aller Frauen im gebärfähigen Alter sind nicht immun. In der Schwangerschaft ist die Impfung nicht mehr möglich.

Pertussis-Immunität. Jedes Jahr müssen mehrere Hundert Babys wegen Keuchhusten ins Krankenhaus. Sogar bei einem Teil der Fälle von plötzlichem Kindstod konnte Keuchhusten als Ursache nachgewiesen werden. Angesteckt werden die Säuglinge oft von ihren nächsten Verwandten, die nichts von ihrer Infektion wissen. Eine Mutter gibt ihrem Kind keinen Nestschutz gegen Keuchhusten mit und bevor der Impfschutz laut Impfplan aufgebaut ist, vergehen rund fünf Monate. Seit 2004 wird deshalb allen jungen Paaren und ihren Familien eine Auffrischimpfung gegen Keuchhusten empfohlen. Angesprochen sind Oma, Opa, Mama, Papa, Geschwister und andere enge Kontaktpersonen des Babys. Die Mutter wird vor der Empfängnis geimpft, alle anderen spätestens vier Wochen bevor das Baby zur Welt kommt. Hat jemand den Termin verpasst oder hatte es das Baby besonders eilig, kann notfalls noch in den Tagen nach der Geburt geimpft werden.

Toxoplasmose. In der Schwangerschaft kann eine Toxoplasmose zu Fehlgeburten oder körperlichen und geistigen Schäden beim Kind führen. Auch Spätfolgen am Zentralnervensystem oder an den Augen sind bekannt. Frauen, die nicht immun sind, sollten sehr vorsichtig im Umgang mit Katzen sein, keinen Katzenkot berühren, in die Gartenerde nur mit Handschuhen fassen, rohes oder ungenügend erhitztes Fleisch und Fleischprodukte wie Tatar und Mett meiden. Die Ergebnisse eines Toxoplasmose-Tests sind im Einzelfall schwer auszuwerten. Auf Nummer sicher geht, wer einfach diese Tipps beachtet.

Größere Operationen werden in der Schwangerschaft vermieden. Deshalb alle planbaren Eingriffe, die mit Röntgen und Narkose verbunden sind, vorher erledigen. Nicht vergessen: den Zahnarzt. Damit eben nicht „Jedes Kind einen Zahn kostet“.

Wenn Ihr regelmäßig Medikamente einnehmt, schaut einmal in den Beipackzettel, ob diese in der Schwangerschaft und Stillzeit zugelassen sind. Wenn nicht, kann noch in Ruhe umgestellt werden.

 

Für die Inhalte dieses Artikels ist die Verfasserin: Laura von Welck verantwortlich.