Nora, ein Puppenheim - Ibsens Werk verstehen

„Nora, ein Puppenheim“ ist so populär wie schon lange nicht mehr. Die Geschichte passt ebenso heute in die Zeit wie damals.


„Nora, ein Puppenheim“ ist ein Werk von Henrik Ibsen. Das Stück hatte seine Uraufführung bereits im Jahre 1879. Die Geschichte von damals lässt sich aber auch genauso gut in heutige Zeit übertragen.

„Nora, ein Puppenheim“ – um was geht es?

  • Nora ist eine Frau, die seit acht Jahren mit Torwald verheiratet ist. Gemeinsam haben sie drei Kinder. Die Familie lebt gutbürgerlich in einer großen Wohnung. Es ist Weihnachten und Torwald soll im Januar befördert werden. Nora freut sich, dass sie dann endlich nicht mehr sparen muss. Ihr Mann Torwald bittet sie vernünftig zu sein, da er das neue Gehalt erst in einem Vierteljahr bekommen würde.
  • Nora wird von ihrem Mann und auch ihrem Vater behandelt wie eine Marionette. Der Titel passt insofern, da sowohl Torwald als auch ihr Vater mit Nora spielen, wie mit einem Püppchen. An diesen Weihnachtstagen kommt eine Menge ans Tageslicht, was in den vergangenen Jahren alles passierte. So hat Nora zum Beispiel eine Unterschrift gefälscht, um ihren Vater zu schützen, der zu diesem Zeitpunkt auf dem Sterbebett lag.
  • Nora wird in diesen Tagen klar, dass sie für Torwald nur eine Marionette ist, denn ihrem Mann geht es nur um Ehre und Ansehen in der Gesellschaft. Henrik Ibsen hat mit seinem Stück „Nora, ein Puppenheim“ klar dargestellt, wie Nora sich fühlen muss, als sie erkennt, was sie für ihren Mann ist – nämlich nur eine Marionette, die zu funktionieren hat.

„Nora, ein Puppenheim“ – wie passt das in die heutige Gesellschaft

  • „Nora, ein Puppenheim“ kann auch in der heutigen Zeit spielen. Es hat von seiner Aktualität nichts eingebüßt. Auch heute heiraten einflussreiche Männer immer öfter Frauen, die sie als Aushängeschilder und Marionetten nutzen. Die Frau hat hübsch auszusehen und den Mund zu halten. Sobald die Frau ihre Meinung äußert, wird ihr massiv der Mund verboten. Im schlimmsten Fall kommt es zur Scheidung und die Frau wird gegen die nächste Marionette ausgetauscht. „Nora, ein Puppenheim“ verdeutlicht diese Situation.