Notwendige Impfungen - Wie funktioniert der Impfschutz

Notwendige Impfungen beugen Infektionskrankheiten vor und schützen uns vor einheimischen Krankheiten in bestimmten Ländern


Der Impfschutz ist eine vorbeugende Maßnahme vor Infektionskrankheiten. Notwendige Impfungen aktivieren und verstärken die Abwehrreaktionen des Körpers gegen Bakterien und Viren. Inzwischen erhält man im Kindesalter eine umfangreiche Standard-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln. Des Weiteren sind insgesamt 22 Impfstoffe z.B. gegen Hepatitis A und B, Hirnhautentzündungen oder Keuchhusten verfügbar.

 Für Neugeborene ist eine notwendige Impfung zum Beispiel jene gegen die Kinderlähmung ab dem zweiten Monat. Auch die Tetanus- (Wundstarrkrampf) Spritze ist heute jedem bekannt. Mit dem Mitte des 20. Jahrhunderts eingeführten umfassenden Impfschutz wurden Erkrankungen wie die Pest oder Typhus fast vollständig ausgelöscht. Der erste Impfstoff ist über 200 Jahre alt. 

Das Immunsystem zum Lernen animieren
Die empfohlenen Impfungen werden in den aktiven und passiven Typ unterschieden. Bei der aktiven Impfung enthält der Impfstoff entweder nichtinfektiöse Teilstücke von entsprechenden Bakterien oder Viren oder einen abgeschwächten Erreger, der keine Infektion mehr auslösen kann. Das Immunsystem des reagiert mit der Bildung von Antikörpern und weißen Blutkörperchen, die das im Impfstoff enthaltene Bakterium oder den Virus gezielt angreifen. Somit wurde eine spezifische Immunität erzeugt. Kommt der Geimpfte mit dem Erreger in Kontakt, produziert der Körper diese Substanzen in großen Mengen und schützt so vor einer Infektion. Die aktive Immunisierung kann bei einigen Erregern lebenslangen Schutz bedeuten, andere Impfstoffe müssen in definierten Abständen aufgefrischt werden.

 

Antikörper direkt geben
Die passive Impfung wird oft als Reise-Impfung eingesetzt. Hier bekommt der Körper direkt Antikörper gegen einen speziellen Erreger injiziert. Der passive Impfschutz hält im Gegensatz zur aktiven Impfung nur maximal einige Wochen, bis der Körper die gespritzten Antikörper wieder zerstört. Der passive Impfschutz wird auch bei Menschen angewendet, deren Immunsystem geschwächt ist und sich nicht ausreichend gegen eine Infektion wehren kann.

 

Und danach...?
Nebenwirkungen nach einer Impfung sind selten, da die Impfstoffe meist gut verträglich sind. Symptome wie Fieber, Erbrechen oder Durchfall sind eigentlich nur die Reaktion eines aktiv gewordenen Immunsystems. Wahrscheinlicher ist jedoch eine Lokalreaktion. Rund um das Einstichsloch können Schwellungen und Rötungen auftreten, was bei einer oralen Immunisierung (Schluck-Impfung) natürlich ausgeschlossen ist.