Nussbaumholz ist ein Klassiker unter den Hölzern: Seine Eigenschaften machen es beliebt, daneben erfreut besonders seine anspruchslose Pflege.
Nussbaumholz ist ein Klassiker unter den Edelhölzern. Das feste Material splittert kaum. Es lässt sich wunderbar zu Möbeln wie Kommoden und Vertikos verarbeiten. Auch als Holzintarsie spielt Nussbaumholz eine bedeutende Rolle. Da es durch seine naturgegebenen Gerbstoffe ziemlich wetterfest ist, eignet es sich zudem für Außentüren und Fenster. Eine wasserabweisende Schicht ist hierbei ein Muss. Nussbaum besticht durch seinen tiefbraunen Ton. Das Holz lässt sich aufpolieren, dass das Arbeiten daran zur Genugtuung wird und ausgesprochen Freude bereitet.
Öl in mehreren Schichten
- Die Pflege und Wiederaufarbeitung von Nussbaumtischen, die stark in Anspruch genommen sind, ist nicht einfach. Was die Beseitigung von Flecken betrifft, gehen die Ansichten auseinander: Soll man abbeizen? Manche Nussbaumholz-Liebhaber sagen, man solle aufs Beizen verzichten.
- Es gibt freilich auch positive Erfahrungen – beispielsweise bei der Verwendung von Wasserbeize. Bewährt hat sich eine Beizprobe etwa an der Rückseite des Möbels, um den richtigen Farbton zu finden. 24 Stunden nach dem Beizen trägt man zur Versiegelung Leinölfirnis oder Tungöl auf, je nach Farbton und Holz in mehreren Schichten. Mit dem Tuch nimmt man auch überschüssiges Öl ab. Bis eine Schicht getrocknet ist, vergeht etwa eine halbe Stunde.
- Nussbaumholz ist Naturmaterial, somit individuell. Entsprechend ist die Frage nach Pflege und Ausbessern zu beantworten. Ein Schreiner oder das Fachgeschäft, wo das Möbel erworben wurde, sind kompetente Ratgeber.
Schmirgeln und schleifen
- Ein Rat kann durchaus in der Empfehlung bestehen, Flecken weg zu schmirgeln oder zu schleifen. Das Bearbeiten muss in Richtung der Holzmaserung erfolgen. Was die Papierkörnung betrifft, ist in manchen Fällen eine 1.000er Körnung zum Polieren angemessen. Bei weniger feinem Material ist Schleifpapier mit 240er und dann 320er Körnung adäquat. Man trägt das Öl satt auf, wischt das überflüssige wieder weg. Später poliert man den gesamten Tisch mit einem Poliertuch. Beim Ölauftragen kein Mikrofasertuch verwenden – dessen Schleifwirkung ist kontraproduktiv.
- Manche Nussbaumholz-Fachleute raten, ein Nussbaummöbel einmal im Jahr mir 320er Papier anzuschleifen und zu ölen. Tatsächlich hängt der Pflegerhythmus von Material und Nutzung des Möbels ab. Grundsätzlich gilt, dass zur Reinigung ein feuchtes Tuch ohne Reinigungsmittel ausreicht.