Nutzgarten - zum Selbstversorger werden

In einem Nutzgarten können viele Früchte-, Kräuter- und Gemüsesorten geerntet werden. Hügelbeete eignen sich besonders, um einen besseren Ertrag zu erzielen.


In einer Zeit, in der alles teurer wird und mit Pestiziden verseucht ist, wird der Gedanke eines Nutzgartens immer reizvoller. Dennoch sollte man sich vorher darüber reichlich Gedanken machen.

Genug Sonne?
Jeder individuell angelegte Nutzgarten sollte sich nach dem vorhandenen Platz und dem Geschmack des Gärtners richten. Selbst auf Balkonen oder auf der Terrasse könnte sich genügend Raum bieten, um Salat, Tomaten oder Kräuter anzupflanzen. Allerdings sollte man beachten, dass genügend Sonne auf den heimischen Nutzgarten fällt, um den Ertrag und das Wachstum nicht zu verringern.

Größere Nutzgärten
Will man jedoch einen ganzen Garten zur Verfügung haben, sollte man sich überlegen, ob der Nutzgarten nicht vielleicht doch etwas größer ausfallen könnte. Hügelbeete bieten sich für den Anbau von Gemüse in Mischkultur an. Sie haben zwar einen erhöhten Arbeitsaufwand, halten aber für circa sechs Jahre. Nutzgärten in Form eines Hochbeetes kommen gerade jenen entgegen, die sich nicht bücken können oder wollen. Diese haben jedoch aufgrund der Einfassung weniger Platz zur Verfügung. Auch wenn man für Frühbeete viel Platz benötigt, lohnt sich der Garten durch seine zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten auf jeden Fall, auch beim Anbau empfindlicher Gewächse oder der Anzucht von Pflanzen. Ein Komposthaufen ist für jeden Garten von zwingender Notwendigkeit, ebenso wie eine kleine Ecke für die Kräuter. Wobei jeder Nutzgarten durch vereinzelt angepflanzte Kräuter auch regelrecht aufgepeppt werden kann, denn einige von ihnen blühen sehr schön.

Nutzgarten abtrennen
Einen Nutzgarten kann man vom Ziergartenbereich durch mehrere Möglichkeiten abtrennen. Zum Beispiel durch Obststräucher, Ziergehölze oder im Handel erhältliche Fertigelemente. Unterschiedliche Wachstumszeiten und der Nährstoffbedarf der einzelnen Gemüsesorten sollte ebenso berücksichtigt werden wie die Standortbedürfnisse und der Zeitpunkt der Aussaat. Durch geschickte Pflanzenfolge, den Anbau in einer Mischkultur und Berücksichtigung des Nährstoffbedarfs können somit auf kleinstem Raum in jedem Nutzgarten reiche Ernten erzielt werden. So sollte man auch beachten, dass sich in einem Nutzgarten mit Mischkultur verschiedene Pflanzen gegenseitig fördern und der Boden geschont wird. Im ersten Jahr sollte man daher Arten mit hohem Nährstoffgehalt wählen, sogenannte Starkzehrer, im zweiten Jahr Mittelzehrer und im dritten Jahr Schwachzehrer. Bei einem Nutzgarten mit Monokultur wäre zu empfehlen, die dreijährige Fruchtfolge zu berücksichtigen.