Nutzungsklasse bei Laminat - was sagt die Einteilung aus?

Die Angabe zur Nutzungsklasse bei Laminat soll dem Käufer bei der Entscheidung helfen, welcher Boden für seine persönlichen Zwecke am besten geeignet.


Das Verlegen eines Laminatbodens ist deutlich preiswerter als Holz oder Parkett. Gerade in Wohnungen mit niedrigeren Räumen bleibt es auch meist die einzig realisierbare Alternative zu einem Teppichboden. Denn das Laminat besteht aus beschichteten Paneelen, die über eine geringe Gesamthöhe verfügen und einfach mit Kleber oder durch Steckverbindungen verlegt werden können. Da es aber – im Vergleich zu einem echten Holzboden – wesentlich dünner ist, lässt es sich nach ersten Abnutzungserscheinungen nicht durch Abschleifen wieder verbessern. Deshalb ist es bei der Entscheidung für den richtigen Belag unerlässlich, auf die Nutzungsklasse bei Laminat zu achten.

Wo soll das Laminat verlegt werden?

  • Grundsätzlich gibt es zwei Gruppen der Nutzungsklasse bei Laminat (abgekürzt NK), die zunächst unterschieden werden. Dies sind die NK 2er Gruppen für den privaten und die 3er für den gewerblichen Einsatz. Diese Gruppen werden jeweils wiederum in drei verschiedene Klassen unterteilt und mit einer zweiten Ziffer gekennzeichnet.
  • So ist ein Laminat mit der Kennzeichnung NK21 nur für Räume geeignet, die seltener genutzt werden, wie beispielsweise ein Gästezimmer oder das Schlafzimmer. NK22 ist für einen Wohnzimmerboden gedacht und NK23 sollte dort verlegt werden, wo der Boden die stärkste Nutzung erfährt, wie im Eingangsbereich der Wohnung oder in der Küche. Ähnlich verhält es sich mit den gewerblichen Gruppen von NK31 bis NK33, wobei erstere in kleinen Büros, die nicht häufig von Besuchern frequentiert werden, zum Einsatz kommen könnten. NK33 beziffert die höchste Nutzungsklasse bei Laminat, die für größere Geschäftshäuser oder Foyers mit viel Besucherandrang empfohlen werden.

Beanspruchungsklassen bei Laminat nach DIN-Norm

  • Die Angaben zur Nutzungsklasse bei Laminat richtet sich nach der DIN-Norm EN 685. Darüber hinaus gibt die Norm EN 13329 weiteren Aufschluss über die Abriebklasse des Bodenbelages. Diese wird auf Prüfvorrichtungen ermittelt, die das Laminat rotierend mit Schmirgelpapier bearbeiten.
  • Dabei wird der Abrieb nach jeweils 100 Umdrehungen geprüft und das Schmirgelpapier regelmäßig erneuert. Die so ermittelten Werte werden für das jeweilige Laminat dann in den Abriebsklassen AC1 bis AC5 angegeben, wobei die unterste Klasse (AC1) bereits bei weniger als 900 Umdrehungen Abnutzungserscheinungen zeigt und die höchste (AC5) Belastungen bis zu mehr als 6500 Umdrehungen unbeschadet überstehen soll.