Öko-Tourismus: Ratschläge für grünes Reisen

Öko-Tourismus, das heißt grünes Reisen, ist gar nicht schwer. Bei der Wahl des richtigen Verkehrsmittels können Sie das Klima bereits schonen - und nicht immer ist das Flugzeug nur die Lösung für Klimasünder.


Eigentlich schließen sich eine Fernreise und Öko-Tourismus aus – doch selbst wer seinen Urlaub nicht in heimischen Gefilden verbringen will, kann umweltbewusst reisen. So sollte man zum einen das Verkehrsmittel genau wählen und am Urlaubsort mit der Umwelt und der Bevölkerung angemessen umgehen.

Wie komme ich hin?
Für eine ökologisch annehmbare Reise sollte man zunächst das Verkehrsmittel sorgfältig wählen, Die geringsten CO2-Werte entstehen bei der Anreise mit der Bahn. Reist man alleine, sollte man das Flugzeug nehmen. Schlusslicht bildet das Auto. Ist das Auto vollbesetzt, belegt dies jedoch den zweiten Platz vorm Flugzeug. Leider ist das Fahren mit der Bahn in den meisten Fällen nicht nur die umweltfreundlichste, sondern auch die teuerste Lösung. Außerdem ist sie bei Reisen in den Mittelmeeraum eher nicht angebracht, da die Fahrt sehr lang und der Komfort zu gering ist.

Öko-Suchmaschinen nutzen
Im Internet finden sich spezielle ökologische Suchmaschinen, die nur Anbieter anzeigen, deren Reisen umweltfreundlich und sozialverträglich sind. Hier kann man nach verschiedenen Schwerpunkten sein Reiseziel wählen, zum Beispiel Anbieter mit Öko-Label, Bio-Höfe oder Naturschutz-Expeditionen wie Nationalpark-Wanderungen. Auch werden besondere Arten von Öko-Tourismus angeboten, wie zum Beispiel der Besuch von Regenwaldprojekten in Südamerika, oder ein Urlaub auf Helgoland bei den Kegelrobben.

Zahlen Sies dem Klima zurück!
Wer sich für eine Flugreise entscheidet, kann eine „Klima-Ausgleichsgebühr“ zahlen. Im Internet finden sich diverse Rechner, die aufzeigen, welche Geldsumme man in ein Klimaschutzprojekt stecken kann, um die Umweltbelastung des Fluges wieder auszugleichen. Hierfür gibt man seine Flugdaten an, miteinbezogen werden der Flugzeugtyp, Kerosinverbrauch sowie die Auslastung der Maschine. Für einen Flug von Frankfurt nach London wären das in etwa 10 Euro, nach Mallorca 17 Euro und nach New York 97 Euro. Die Spende wird zum Beispiel in den Bau von Solaranlagen oder Wasserkraft-Betrieben gesteckt.
Manche Fluggesellschaften bieten an, die Spende zusammen mit der Gebühr für das Flugticket zu zahlen, auf einigen Flughäfen findet man zudem Klima-Counter, an denen man seine Spende entrichten kann.

Das Auto stehen lassen
Deutlich umweltfreundlicher ist es aber natürlich, komplett auf das Flugzeug zu verzichten, sondern stattdessen eine Fahrradtour, zum Beispiel in Kombination mit der Bahn, zu machen. Wer mit dem Auto anreist, sollte versuchen, am Urlaubsort das Auto so oft wie möglich stehen zu lassen und stattdessen lieber Wanderungen und Radtouren zu machen. Das ist nicht nur gut für den Klimaschutz, sondern erlaubt auch ein viel bewussteres Erleben der Natur.

EU-Siegel für Öko-Urlaub
Verbringt man den Urlaub in Europa, sollte man zudem auf das Europäisches Umweltzeichen achten. Die stilisierte Blume mit einem E in der Mitte findet man zum Beispiel auf ausgezeichneten
Campingplätzen. Es zeigt an, dass dort mit der natürlichen Umgebung pfleglich umgegangen wird, und der Energieverbrauch effizient ist.