Ökologischer Landanbau - Bedeutung und Vorteile

Bio-Lebensmittel sind nach den zahlreichen Lebensmittel- und Gammelfleischskandalen immer beliebter geworden. Daher haben viele Bauern auf ökologischen Landanbau umgestellt.


Grüne Weiden und glückliche Tiere, das ist der Traum eines jeden Ökobauern. In den letzten Jahren haben immer mehr Landwirte ihre Höfe von der Massenproduktion auf ökologische Landwirtschaft umgestellt. Auf dem Markt für Lebensmittel findet Biofleisch regen Absatz, denn Bioprodukte aus ökologischem Anbau sind nach Fleischskandalen der Vergangenheit gefragter denn je. Der Verbraucher wünscht ein in erster Linie gesundes Lebensmittel, das obendrein geschmacklich eine bessere Qualität aufweist, als man es von den auf konventionellem Wege hergestellten Lebensmitteln gewohnt ist.

Ökologischer Landanbau: Heutige Situation

  • Deswegen stellen sich in erster Linie immer mehr Kleinbetriebe auf ökologische Landwirtschaft um. Solche Betriebe stellen ihre Erzeugnisse, sei es Fleisch, Gemüse oder Obst, nach den Richtlinien der EG-Ökoverordnung her. Dieses dafür ins Leben gerufene Gesetz beinhaltet spezielle Kriterien, an die sich die Landwirte halten müssen. Die Einhaltung der Gesetzesgebung wird von Tierärzten und Lebensmittelchemikern anhand von unangemeldeten Stichproben überprüft.
  • Das oberste Ziel des ökologischen Landanbaus ist es, eine für Natur und Tiere verträgliche Produktionsweise zu schaffen und dabei gewinnbringend zu wirtschaften. Aufgrund des verbesserten Marketings der Bioprodukte, der Einführung des Biosiegels, das diese Lebensmittel unmissverständlich kennzeichnet, und einer besseren Logistik können nun auch Ökobauern Gewinne erzielen. Man muss heute nicht mehr mit dem Auto zum nächsten Bauernhof fahren, wenn man sein Frühstücksei aus biologischer Herstellung genießen möchte.

Kriterien des ökologischen Anbaus

  • Die Regeln für den Ökologischen Landanbau sind sehr umfangreich. So dürfen Schädlinge, Krankheiten oder Unkräuter bei Pflanzen nur durch geeignete Sorten- und Artenwahl, mechanische Bodenbearbeitung oder durch natürliche Gegenspieler bekämpft werden. Der Einsatz von Pestiziden ist gänzlich verboten. Lediglich ein Abflammen kommt daher zur Vernichtung von Unkrautkeimlingen in Frage.
  • Die Aussaat von gentechnisch veränderten Pflanzen ist untersagt. Der Einsatz von organischen oder mineralischen Düngemitteln darf nur unter den strengen Richtlinien der Gesetzesgebung erfolgen. In erster Linie soll die Fruchtbarkeit des Bodens durch abwechslungsreiche Fruchtfolge und die unterschiedliche Aussaat erhalten bleiben.