Oft gutes Fischfutter: Insekten im Gartenteich

Insekten im Gartenteich sind für ein funktionierendes Biotop entscheidend. Als Lebendfutter sind sie außerdem empfehlenswerter als spezielles Fischfutter.


Insekten gehören selten zu den auserkorenen Lieblingstieren von Teichbesitzern. Dabei wäre ein Gartenteich ohne Libellen nur halb so schön. Sie gehören zu einem Gartenteich einfach dazu. Ihre Larven finden sich im Teich. Es gibt verschiedene Arten mit poetischen Namen wie die Hufeisen-Azurjungfer, die blaugrüne Mosaikjungfer, der große Blaupfeil, oder die Frühe Adonislibelle. Doch gibt es neben den Libellen noch viele andere Insekten im Gartenteich. Viele bieten gutes Futter für die Fische.

Ein großer Räuber: der Gelbrandkäfer
Der Gelbrandkäfer gehört zu den Räubern. Er wird mit 3 bis 3,5 Zentimetern recht groß. Seine Larven sind sogar zu groß, um als Fischfutter zu dienen. Er schwimmt an der Wasseroberfläche, kann aber auch sehr gut fliegen: Er verwechselt oft Glasdächer mit Teichen.
Er hat einen sehr schlechten Ruf, da er neben Aas und Kaulquappen auch Jungfische frisst. Allerdings macht er das nur, wenn kein anderes Lebendfutter zu finden ist oder wenn die Fische krank, geschwächt oder von Parasiten befallen sind. Und das kann in Gartenteichen durch die schlechte Wasserqualität oft passieren.
Der Furchenschwimmer erinnert in seinem Aussehen an die Gelbrandkäfer, er ist jedoch deutlich kleiner. Er kommt von ganz allein, genau wie der Gelbrandkäfer.

Insekten im Gartenteich - gutes Fischfutter
Stechmücken genau wie Stechmückenlarven sind lästig. Gerade die Larven sind jedoch optimales Fischfutter, beispielsweise für Moderlieschen. Wasserflöhe sind ebenfalls gutes Lebendfischfutter. Sie werden jedoch meist so schnell weggefressen, dass sie keine Chance haben, sich zu vermehren.
Die Waserassel erinnert an ihre Verwandte vom Festland, die Kellerassel. Auch sie endet oft als Lebendfutter, außer sie hat die Chance, sich zwischen Pflanzen verstecken. Die Rückenschwimmer sind etwas größer als die bisher genannten Insekten und daher optimales Futter für Koi und größere Goldfische. Sie gehören zu den Wasserwanzen und können zustechen. Daher nennt man sie auch „Wasserbienen“.

Der schnelle Reiniger: der Wasserläufer
Der Wasserläufer gehört zu den ersten Einwohnern an einem neuen Teich. Er kümmert sich schnell um Aas, wie beispielsweise eine tote Fliege, die auf dem Wasser schwimmt und ist damit sogar oft schneller als aufgeweckte Fische.

Andere kleine Teichbewohner
Die Stabwanze gehört zu den größeren Insekten, sie wird bis zu sieben Zentimeter lang. Sie mag es pflanzenreich und bevorzugt ein stilles Gewässer. Der Seerosenblattkäfer frisst, wie sein Name erahnen lässt, gerne Seerosen und Schwimmpflanzen an.