Ohnmacht - Wenn der Kreislauf zusammenbricht

Eine Ohnmacht wird durch kurzfristigen Sauerstoffmangel im Gehirn hervorgerufen. Es besteht in den meisten Fällen keine direkte Lebensgefahr, anders als bei einer direkten Bewusstlosigkeit


Wird durch einen vorübergehenden Sauerstoffmangel im Gehirn eine kurzzeitige Bewusstseinstörung verursacht, nennt man dies Ohnmacht oder auch Synkope. Hält allerdings eine Ohnmacht länger als eine Minute an, so handelt es sich um eine Bewusstlosigkeit. Dann sollte sofort ein Arzt gerufen werden. Für jemanden, der eine Ohnmacht erleidet, besteht in den meisten Fällen keine direkte Lebensgefahr, anders als bei einer direkten Bewusstlosigkeit.

Verschiedene Typen der Ohnmacht

Es werden vier verschiedene Typen der Ohnmacht unterschieden. Die Vaskulär-bedingte Ohnmacht entsteht aufgrund einer gestörten Kreislauffunktion oder eines niedrigen Blutdrucks. Diese Art der Ohnmacht kann durch Blutverlust, blutdrucksenkende Medikamente, eine Erkrankung der Nerven oder auch durch eine starke Reizung des Nervensystems hervorgerufen werden. Es gibt auch die Kardial-bedingte Ohnmacht. Diese tritt bei Herzerkrankungen wie zum Beispiel Herzschwäche, Herzklappenfehler oder auch bei Herzinfarkten auf. Die Zerebral-bedingte Ohnmacht wird hauptsächlich durch einen Epileptischen Anfall verursacht. Die Metabolisch-bedingte Ohnmacht beruht beispielsweise auf einigen Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes Mellitus oder auch Blutarmut.

Symptome einer Ohnmacht

Die Symptome einer Ohnmacht hängen teilweise von der Ursache ab. Doch meist wird dem Betroffenen nach einem auslösenden Faktor schwindlig und er fällt in Ohnmacht. Es können aber auch andere Symptome hinzukommen. Dazu gehören ein langsamer oder schneller Pulsschlag, Blässe, Schwitzen und Übelkeit. Normalerweise ist der Betroffene jedoch schon nach wenigen Sekunden wieder ansprechbar. Treten Ohnmachtsanfälle öfter auf, sollte man einen Arzt aufsuchen. Um die Ursache für wiederholte Ohnmachtsanfälle herauszufinden, führt dieser dann verschiedene Untersuchungen durch. Dazu gehören Blutuntersuchungen, allgemeine körperliche Untersuchungen und ein Schellong-Test.

 

Der Schellong-Test

Beim Schellong-Test muss der Betroffene erst einige Minuten entspannt liegen und danach für 10 Minuten still stehen. Blutdruck und Puls werden dabei regelmäßig gemessen. Anhand der unterschiedlichen Werte kann nun der Arzt verschiedene Ursachen erkennen. Sollte man einmal einer Ohnmacht „erliegen“, sind folgende Dinge zu beachten. Möglichst sofort für Ruhe sorgen oder ggf. den Ohnmächtigen in einen stillen Raum bringen. Wenn dann der Betroffene wieder wach wird, sollte er nicht sofort aufstehen. Es empfiehlt sich, noch ein paar Minuten liegen zu bleiben und dabei die Beine etwa um 30 Zentimeter anzuheben.