Ohrendruck - was hilft dagegen?

In wenigen Fällen kann Ohrendruck auch ein Anzeichen für ernsthafte Erkrankungen sein, und sollte deshalb nicht dauerhaft ignoriert werden.


Oftmals wird ein unangenehmer Druck auf den Ohren zu einem echten Problem, dieser kann vielfältige Ursachen haben. Wird der Gehörgang durch zu viel Ohrenschmalz verstopft, so ist dies die problemloseste und einfachste Ursache. Wird das Schmalz durch einen Arzt entfernt, verschwindet der Druck und es tritt eine sofortige Besserung ein. Ist dies nicht das Problem für den Ohrendruck, so wird die Behandlung schon etwas schwieriger. Eine Druckmessung und ein Hörtest können hier eine genauere Diagnose bringen, es kann auch ein Unterdruck im Mittelohr oder ein Hörsturz vorliegen. Der anhaltende Druck bedarf immer einer Behandlung eines Ohrenarztes und sollte nie auf die leichte Schulter genommen werden.

Ursachen für einen Ohrendruck
Auch Verspannungen im Halswirbelbereich oder im Nacken können Ursachen für einen Ohrendruck sein und sogar Probleme im Kiefer (meist im Unterkiefer), können einen Druck auslösen. Es ist fast natürlich, dass bei Erkältungen (vor allem Schnupfen) ein Druck auf den Ohren herrscht, klingt die Erkältung ab, so verschwindet meist auch der Ohrendruck. Selbst das Starten und Landen eines Flugzeugs kann für einen Druck auf den Ohren sorgen, hier ist dieser allerdings natürlich, da ein großer Höhenunterschied überwunden wird. Das Kauen eines Kaugummis kann hier helfen, den lästigen Druck auf den Ohren auszugleichen. Der Ohrendruck kann auch ein Anzeichen für eine Überbelastung des sensiblen Organs sein. Mit dem Druck auf den Ohren müssen oftmals auch Hobbytaucher kämpfen, denn hier werden größere Tiefen überwunden.

Gegenmaßnahmen für den Ohrendruck
Zunächst können Ohrstöpsel verwendet werden, wenn der Druck nicht durch kräftiges Atmen durch die Nase, durch einfaches Kauen oder durch die Bewegung des Kiefers verschwindet. Der Druck wird zunächst mit Hilfe der Stöpsel verringert, wird dieser nicht weniger, muss ein Facharzt besucht werden. Hilfe bei dem Tauchen oder im Flugzeug kann durch einfaches Schlucken, durch die Bewegung der Kiefermuskulatur und durch das Kauen eines Kaugummis gegeben sein. Ein Arzt sollte schnellstmöglich aufgesucht werden, wenn zu dem Druck im Ohr auch noch ein Schwindelgefühl auftritt. Damit böse Überraschungen vermieden werden, darf der Druck nie auf die leichte Schulter genommen werden, allerdings kann der Ohrendruck auch oftmals harmlos sein.