Ohrmilben beim Menschen - was tun?

Haustierparasiten wechseln hin und wieder den Wirten und siedeln auf den Haustierhalter um, daher sind beispielsweise Ohrmilben beim Menschen keine Seltenheit.


Milben existieren bereits seit ungefähr 300 Millionen Jahren und haben sehr viele Lebensräume besiedelt – einige sind im Boden beheimatet, andere in Nasenlöchern von Vögeln, wieder andere in Tracheenöffnungen von Insekten. Sogar der Mensch bewirtet eine Art der winzig kleinen Spinnentiere rund um die Uhr, beispielsweise an den Haarwurzeln seiner Wimpern. Auch auf den Haustieren befinden sich Milben, einige davon profitieren nur eine kurze Zeit lang von ihrem Wirten, Zecken zum Beispiel, andere wiederum, wie Ohrmilben, quartieren sich für einen längeren Zeitraum ein. Und da die gierigen Sauger manchmal den Lebensraum wechseln, sind Ohrmilben beim Menschen keine Seltenheit.

 

 

Ohrmilben beim Menschen: so machen sich die Parasiten bemerkbar

  • Ohrmilben sind die am häufigsten vorkommenden Räudemilben bei Tieren. Die Schädlinge sind 0,3 bis 0,5 Millimeter lang und etwa 0,3 Millimeter breit, durchstechen mit ihren Kieferklauen die Haut und ernähren sich von der austretenden Gewebsflüssigkeit. Werden die Parasiten am Haustier nicht bemerkt und beseitigt, kann es passieren, dass die Ohrmilben auf den Haustierhalter wechseln.

 

  • Bemerkbar macht sich der Befall, beim Menschen genauso wie beim Tier, durch eine dunkle Verkrustung im Inneren der Ohrmuschel und im äußeren Gehörgang – dabei handelt es sich um Ohrschmalz, das als Folge der vielen Stiche vermehrt produziert wird und sich durch den Kot der Milben dunkel verfärbt. In dem schwarzen Belag sind die Parasiten in der Regel als kleine, weiße, bewegliche Punkte leicht erkennbar. Zusätzlich äußert sich der Befall auch noch durch häufigen Juckreiz.

 

 

Ohrmilben beim Menschen: Auswirkungen und Behandlung

  • Wird ein Ohrmilbenbefall nicht rechtzeitig bemerkt und behandelt, kann es zu ausgedehnten Gehörgangsentzündungen kommen. Auch starke Rötungen oder Ekzeme können als Folge des ständigen Kratzens auftreten.

 

  • Es ist unerlässlich, einen Facharzt aufzusuchen, der nach einer genauen Untersuchung des Innenohres feststellen kann, ob der Gehörgang bereits entzündet ist. Der Befall wird dann mit einem Antiparasitikum behandelt, das die Schädlinge abtötet und die Eiablage vernichtet.

 

  • Unbedingt notwendig sind auch hygienische Maßnahmen: sämtliche Kleidung, Handtücher, Bettwäsche und so weiter sollten eine Zeit lang täglich gewechselt und immer sofort heiß gewaschen werden.