Ohrmilben beim Menschen - was tun?

Starker Juckreiz, vermehrtes Absondern von Ohrenschmalz - bei welchen Symptomen Sie schnell reagieren sollten und wie Ihnen die Behandlung von Ohrmilben beim Menschen gelingt


Haustierliebhaber können gewiss ein Lied von lästigem Milbenbefall singen. Etwa 50 000 verschiedene Arten aus 546 Familien sind bisher bekannt. Besonders Hunde und Katzen sind häufig betroffen, aber in seltenen Fällen werden auch Ohrmilben beim Menschen festgestellt.
 

 

 

Allgemeines

  • Milben gehören zu den achtbeinigen Spinnentieren, die in unterschiedlichster Art auftreten können. Der Großteil von ihnen zeichnet sich durch einen ovalen Körperbau aus, doch auch zahlreiche Ausnahmen sind mittlerweile vorzufinden. Meistens sind sie nicht einmal einen Millimeter groß und daher nur in seltenen Fällen mit dem bloßen Auge erkennbar.
  • Ohrenmilben gehören zur Gruppe der Räudemilben und werden erfahrungsgemäß direkt von infizierten Tieren auf den Menschen übertragen- so zum Beispiel der eigenen Katze, die sich gern im Freien aufhält. Um Ohrenmilben beim Menschen vorzubeugen, ist es ratsam, nach der Behandlung eines infizierten Haustiers besonderes Augenmerk auf die eigene Hygiene zu legen.

 

Symptome und Folgen

  • Das erste Anzeichen eines Befalls von Ohrenmilben beim Menschen ist ein starkes Jucken der Ohren. Dies kann neben einer Milbeninfektion aber auch andere Ursachen haben: so erzeugen auch festgesetzte Seifenreste, die sich mit Schmutzpartikeln und Ohrenschmalz verbinden oder aber sehr trockene Haut im Ohrkanal selbiges Jucken. Auch eine allergische Reaktion gilt es auszuschließen.
  • Nachdem sich die Ohrmilben beim Menschen im äußeren Gehörgang oder der inneren Ohrmuschel angesiedelt haben, stechen sie in die Zellen der Epidermis und ernähren sich von der austretenden Lymphflüssigkeit. Dies verursacht starken Juckreiz und vermehrtes Absondern von rötlich-braunem Ohrenschmalz. Später kann es auch zur Bildung von bräunlichen Kusten und Borken am Ohrrand, aber auch auf dem Ohrgrund kommen.
  • Eine solche Infektion kann weitreichende Folgen haben, beispielsweise Entzündungen im Gehörgang, die wiederum zu einer gefährlichen Mittelohrentzündung führen können. Kombiniert mit einer Sekundärinfektion durch Bakterien wird oftmals ein eitriger Prozess und schmerzhafter Krankheitsverlauf eingeleitet.

 

Diagnose und Behandlung

  • Aufgrund vielfältiger Erklärungen für einen Juckreiz und der geringen Milbengröße, können Ohrmilben beim Menschen ausschließlich beim HNO-Arzt nach einer Untersuchung des Ohrenschmalzes diagnostiziert werden.
  • Anschließend erfolgt eine gründliche Reinigung der Ohren. Zudem sollte im Zeitraum von 2-3 Wochen ein den Heilungsprozess unterstützendes Medikament eingenommen werden, das meist in Form von Ohrentropfen verabreicht wird.