Jeder hat bei der Wahl seiner Matratze besondere Vorlieben. Der eine mag es hart, der andere eher weich. Dieser schläft nur auf einer Federkernmatratze und jener auf einer Latexmatratze. Die Wahl der richtigen Matratze hängt von den verschiedensten Faktoren ab. Dabei spielen bei Erwachsenen unter anderem das Gewicht, eventuelle Haltungsschäden und natürlich der Preis eine entscheidende Rollen. Aber bereits im Kindesalter sollte die richtige Matratze gewählt werden, damit späteren Haltungsschäden vorgebeugt werden kann.
Kindermatratzen
Bis zum vierten Lebensjahr müssen Sie sich keine großen Gedanken über die Wahl einer passenden Matratze machen. Der Körper eines Kleinkindes weist eine kompakte Form mit einem Rundrücken auf, der wenig stützender Hilfe bedarf. Wählen Sie in diesem Alter eine einfache Latexmatratze – gerne auch aus Biolatex – aus. Damit sind Sie auf der sicheren Seite. Latex hat den Vorteil, dass es feuchtigkeitsabweisend und besonders strapazierfähig ist. Denn eine Matratze muss im Kinderzimmer noch ganz anderen Belastungen standhalten können als nur dem Schlafen. Bei einer Latexmatratze kann auch mal gerne etwas daneben gehen, wenn Sie Ihr Kind von der Windel entwöhnen oder im Bettchen getobt wird. Angenehm sind in diesem Zusammenhang auch Matratzen mit Trittkanten. Sie sorgen dafür, dass Ihr Kind beim Toben und Springen nicht mit dem Fuß zwischen Matratze und Bettkante rutscht und sich verletzt.
Jugendmatratzen richtig wählen
Ab dem achten Lebensjahr kommt es bei Jugendlichen zu enormen Wachstumsschüben: Das Skelett wird stärker ausgeprägt, die Ausbildung der stützenden Muskulatur hinkt jedoch hinterher. Dazu kommt das Herausbilden der typischen S-Kurve der Wirbelsäule. Daher ist gerade in diesem Alter die stützende Wirkung einer Matratze wichtig, um eventuellen Haltungsschäden und Rückenbeschwerden im weiteren Leben vorzubeugen.
Jugendliche brauchen eine feste, aber dennoch elastische Schlafunterlage. So wird die Wirbelsäule optimal und schonend gestützt. Die richtige Jugendmatratze erkennen Sie an ihrer weichen Oberfläche und ihrem festen kompakten Kern. Die physiologisch korrekte Schlafposition ist erreicht, wenn der Oberkörper des Kindes circa zwei Zentimeter in die Matratze einsinkt. Experten raten von Jugendmatratzen mit Federkern oder Schaumstoffen im Wachstumsalter ab.
Jugendmatratzen und Lattenrost
Neben der optimalen Matratze spielt auch der Lattenrost eine entscheidende Rolle für einen erholsamen und gesunden Schlaf. Da kleine Kinder mit ihrem geringen Körpergewicht die Matratze nur geringfügig eindrücken, hat der Lattenrost im jungen Alter nur eine geringe Bedeutung. Mit der Anschaffung eines teuren und hochwertigen Lattenrostes sollte also noch gewartet werden.
Ab dem achten Lebensjahr empfiehlt sich ein federnder Lattenrost. Der Lattenrost bewahrt durch seinen Nachfeder-Effekt die Matratze vor Beschädigung und schützt in Verbindung mit einer passenden Matratze die Wirbelsäule vor orthopädischen Fehlbildungen.