Orchideen Ableger - Pflanzen vermehren

Erhält man von Orchideen Ableger, kann man sich den Wunsch, seine Lieblingspflanzen selbst zu vermehren, relativ einfach erfüllen


Wenn man edle Orchideen liebt, wird man sich bald nicht mehr damit begnügen, diese nur zu hegen und zu pflegen. Irgendwann taucht der Wunsch auf, aus Orchideen Ableger zu erhalten, um die Pflanze zu vermehren und eventuell mit anderen Orchideen-Freunden Exemplare zu tauschen. Eine gute Möglichkeit, sich hobbymäßig eine exklusive Sammlung der kostspieligen Blume aufzubauen.

 

 

Orchideen Ableger: Wissenswertes zur Vermehrung

  • Wichtig zu wissen ist, dass jedes Messer, das im Zusammenhang mit der Blume benutzt wird, zuvor stets desinfiziert werden sollte, da die Pflanzen sehr sensibel auf Verunreinigungen reagieren. Außerdem kann man die Schnittstellten zusätzlich mit Kohle- oder Schwefelpulver bestreuen, wodurch alle Bakterien abgetötet werden. Außerdem ist zu beachten, dass ab Ende April bis etwa Anfang Juni die Überlebenschancen der Nachwuchs-Pflanzen am größten sind.

 

  • Orchideen lassen sich jedoch nicht so einfach vermehren wie andere Zimmerpflanzen, Stecklinge ohne Wurzeln einzupflanzen wird kaum zum Erfolg führen, auch das Aussähen von Samenkapseln ist nicht sinnvoll.

 

  • Orchideen kann man auf zwei Arten vermehren, mit der generativen Methode über den Samen, oder mit der vegetativen, beispielsweise durch Ableger (Kindel oder Keiki).

 

 

 

Orchideen Ableger: Die Pflanzenvermehrung einfach erklärt

  • Entwickeln sich an einer Stelle der Blume Blätter, wo eigentlich Blüten auftreten sollten, kann man mit der Vermehrung beginnen, sobald sich mindestens zwei Blätter und mehrere Zentimeter lange Wurzeln gebildet haben (etwa nach einem Jahr). Bis dahin sollte man das Kindel gelegentlich ansprühen, um es zu kräftigen.

 

  • Ist das eigenständige Pflänzchen groß genug oder wird der Stängel, an dem es hängt, gelb, kann man es mit einem scharfen Messer von der Mutterpflanze trennen. Der Ableger wird nun in Orchideen-Substrat gepflanzt, wobei man die groben Stücke des Substrats zerkleinern sollte, um es den zarten Wurzeln anzupassen.

 

  • Die junge Orchidee braucht nun in der ersten Zeit sehr viel Luftfeuchtigkeit, es empfiehlt sich daher, eine Plastiktüte mit Luftlöchern über den Topf zu stülpen, sodass ein Mini-Gewächshaus entsteht. Die Tüte sollte allerdings mindestens einmal am Tag für einige Zeit entfernt werden, damit Erde und Orchidee nicht zu schimmeln beginnen. Nach einigen Monaten ist die Pflanze „erwachsen“ und kann den Standort wechseln.