Orchideen sind beliebter denn je. Die facettenreichen Farben, die verschiedenen Formen, all das wirkt sehr anziehend auf Blumenfreunde. Mittlerweile hat fast jeder eine der unter Schutz stehenden Pflanzen zuhause stehen und umsorgt sie liebevoll.
In unserem Orchideen-Special klären wir viele Fragen rund um die Orchidee, informieren über den Ursprung der wundervollen Pflanze und geben Ihnen Tipps zur Orchideenpflege.
Eine große Familie
Die Orchidee gehört mit 20.000 Arten zu der artenreichsten Familie der Blütenpflanzen und ist mittlerweile auch zur begehrtesten herangewachsen. Sie zeichnet sich durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit aus, weshalb sie auch im Laufe der Zeit so viele Arten entwickeln konnte.
Sie kommt fast auf jedem Kontinent vor und ist vor allen Dingen in den Tropen und Subtropen häufig zu finden. In Europa sind 250 Arten heimisch.
Artenvielfalt
Orchideen kommen in unterschiedlichen Gattungen vor. Als ephiphytische Orchidee wird die Gattung bezeichnet, die auf anderen Pflanzen wächst. Meist ist dies im asiatischen Raum in Regenwäldern der Fall. Sie wächst allerdings auch in heimischen Gegenden auf Erdboden. Wie zum Beispiel der altbekannte Frauenschuh. Sogar auf Steinen kann eine Orchidee wachsen und gedeihen. In Deutschland stehen alle einheimischen Arten unter Umweltschutz, also ist das Ausgraben oder Ausreißen frei wachsender Orchideen verboten!
Heißbegehrt
Der Kult um die bezaubernden Pflanzen ist, so scheint es, in den letzten Jahrzehnten noch angestiegen. Während es schon immer Sammler gab, die seltene Arten für sehr viel Geld zu jagen pflegten, gibt es mittlerweile dank der Massenproduktion in Thailand, Taiwan und den Niederlanden, Orchideen im Großangebot und sehr günstig in jedem Blumenladen zu kaufen. Nur noch die besonderen, nicht massengezüchteten Exemplare sind teuer bis teilweise unerschwinglich und der Run der Sammler auf diese nimmt immer ungeahntere Auswüchse an.
So werden Züchtungen neuer Arten geplündert, um die hohe Nachfrage der Sammler decken zu können.