Organ Transplantation - Wie der Tod ein anderes Leben rettet

Bei einer Organ Transplantation müssen Spender und Empfänger die bestmögliche Übereinstimmung der Blutgruppe haben.


Die allogene Transplantation bezeichnet die Verpflanzung eines Organs (auch Gewebe- oder Zellstrukturen) in einen fremden Körper. In Deutschland warten derzeit circa 12.000 Menschen auf die Spende eines von bislang 15 zu transplantierenden Organen. Im Vergleich besitzt aber lediglich eine winzige Prozentzahl einen Organspende-Ausweis. Spender und Empfänger benötigen für eine Organ Transplantation die bestmögliche Übereinstimmung von Blutgruppe und Gewebemerkmalen, um einer Abstoßreaktion vorzubeugen. Bei Organen, die im Körper doppelt vorhanden sind oder eine hohe Regenerationsfähigkeit aufweisen, werden häufig Familienmitglieder und auch dem Patienten nahe stehende Menschen auf eine Deckung dieser Eigenschaften getestet. Hier kann auch ein lebender Mensch das benötigte Organ bzw. Teile davon spenden.

 

Auch nach der Operation noch keine Entwarnung
Am häufigsten ist die Nierentransplantation. Leber-, Herz- und Lungenverplanzungen folgen mit einem großen Abstand in der Statistik. Die Konservierungszeiten für Organe sind zwar unterschiedlich, dennoch von sehr kurzer Dauer. So erhält der Patient meist erst wenige Stunden vor der Operation die entsprechende Nachricht. Auch nach einer geglückten Organ Transplantation und einer Wiederaufnahme der Funktionstüchtigkeit bleibt das verpflanzte Organ ein Fremdkörper. Um eine Abstoßreaktion und somit ein Absterben des eingesetzten Organs zu verhindern, müssen deshalb lebenslang Medikamente zur Schwächung des eigenen Immunsystems eingenommen werden. Dies birgt natürlich ein hohes Risiko an Infektionskrankheiten.

 

Bürokratischer Hindernislauf
Bei einer Transplantation von fremden Organen muss man immer einen rechtlichen Hürdenlauf in Kauf nehmen. Ist die Organspende bei einem hirntoten Patienten nicht geklärt, entscheiden die nächsten Angehörigen über den letzten Willen. Zudem bestimmen Unternehmen wie Eurotransplant strikt nach einer Warteliste, welcher Patient welches Organ bekommt. Dennoch versterben auch bei den heutigen medizinischen Möglichkeiten der Verpflanzung von Organen viele Patienten, da das entsprechende Organ nicht rechtzeitig verfügbar ist.