Organspende Leber - Die letzte Chance auf Heilung

Bei einer Leberzirrhose hilft dem Patienten nur noch der Austausch des Organs, um weiterleben zu können. Die Organspende stammt meist von Unfallopfern, bei denen ein Hirntod diagnostiziert wurde


Für Menschen, die an einer Leberzirrhose oder einen Lebertumor im Endstadium leiden, ist eine Organspende die letzte Hoffnung. Nur der Austausch des erkrankten Organs kann das Leben der Betroffenen retten. Doch leider beinhaltet eine Leberorganspende immer den Tod eines anderen Menschen. Die zu transplantierende Leber stammt meist von Unfallopfern, die in ein Koma fallen und bei denen Ärzte einen Hirntod diagnostizieren.

 

Stimmen die Verwandten zu oder ist ein solcher Mensch im Besitz eines Organspendeausweises, können die Ärzte die gesunden und noch funktionierenden Organe dem Körper entnehmen. Um Missbrauch zu vermeiden, wurde ein Organspendegesetz ins Leben gerufen. Anhand einer Gewebsbestimmung wird dann in Windeseile ein Transplantatempfänger gesucht, um eine Lebertransplantation schnellstmöglich durchzuführen.

Zwischen Hoffnung und Todesangst
Die Warteliste ist lang und Kinder, die eine neue Leber brauchen, werden bevorzugt. Trotz Aufklärungsarbeit und wachsender Bereitschaft zur Organspende in der Bevölkerung versterben viele Menschen, die eine neue Leber benötigen. Bis zu 20 Prozent sind es jährlich - bittere Schicksale für den Einzelnen, da ein Mangel an Organen immer bestehen wird.

Organspende von Lebenden?
Damit allerdings ein Erkrankter eine Chance auf Heilung hat, auch wenn kein komplettes Organ eines Verstorbenen zur Verfügung steht, wurde das Verfahren der Leberlebendspende entwickelt. Hierbei wird einer geeigneten Person ein Teil der Leber entnommen, und sie dem Bedürftigen eingepflanzt. Zuerst wird im Verwandtenkreis geschaut, ob sich ein geeigneter Spender finden lässt. Auch wenn die Bereitschaft der Spende in diesem Personenkreis groß ist, müssen leider bis zu 65 Prozent der spendewilligen Verwandten wieder abgewiesen werden. Findet sich allerdings eine geeignete Person, muss diese anhand mehrerer Untersuchungen ihren eigenen Gesundheitszustand überprüfen lassen. Erst wenn dieser als positiv eingestuft wird und die Ärzte der Ansicht sind, dass für den Spender kein Risiko entsteht, kann ein Teil der Leber der gesunden Person entfernt werden, um sie dem Erkrankten zu verpflanzen. Der Spender kann nach geglückter Operation ganz normal weiter leben und muss die Funktionsweise seine Organe auch nicht mit Medikamenten unterstützen. Denn der verbliebene Teil seiner Leber kann die Aufgaben des Organs ohne Einschränkungen erfüllen.