Osteoporose in den Wechseljahren

Durch eine verrringerte Östrogenproduktion steigt das Risiko an Osteoporose in den Wechseljahren zu erkranken, da Östrogen die Knochen vor dem Brechen schützt.


Östrogene schützen auch die Knochen vor zu leichtem Brechen. Durch die geringere Östrogenproduktion während der Wechseljahre wird dieser schützende Effekt deutlich verringert und es kann zu einer Osteoporose in den Wechseljahren kommen. Langsam wird Knochenmasse abgebaut, mit zunehmendem Alter verlieren die Knochen an Stabilität und können leichter brechen. Bei der Osteoporose schreitet der Knochenschwund sehr schnell voran. Frauen nach der Menopause sind aufgrund des Ausbleibens der Östrogenproduktion besonders gefährdet, an Osteoporose zu erkranken. Bis zu den Wechseljahren haben die weiblichen Hormone einen sehr guten Schutz vor Arteriosklerose und Herzinfarkt bewirkt. Aufgrund der Östrogenreduktion im Laufe des Klimakteriums ist dieser Schutz jedoch nicht mehr gegeben.

Prävention von Osteoporose und Arteriosklerose
Mit einer phosphatarmen und kalziumreichen Ernährung lässt sich das Risiko von Osteoporose in den Wechseljahren verringern. Es empfiehlt sich etwa 1.500 Milligramm Kalzium pro Tag aufzunehmen, um der Knochenbrüchigkeit vorzubeugen. Besonders wichtig sind auch essenzielle Fettsäuren und Vitamin E in pflanzlichen Ölen, wie Weizenkeimöl, Kürbiskernöl und Distelöl. Diese haben Funktionen bei der Hormonproduktion. Der Verzehr von phytoöstrogenreichen Nahrungsmitteln, wie Sojaprodukte und Hülsenfrüchte scheinen weniger Wechseljahresbeschwerden zu bewirken. Wichtig ist eine ausgewogene Kost mit viel Obst, Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukten. Mit ausreichender Bewegung – besonders an der frischen Luft – lässt sich das Allgemeinbefinden steigern, und Sport kann einer Osteoporose vorbeugen.

Rauchen fördert Gefäßerkrankungen und Osteoporose
Gerade für Frauen in den Wechseljahren ist das Rauchen ein besonders schädigender Aspekt hinsichtlich der Arterienbelastung. Das Risiko an Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlagfall zu erkranken erhöht sich bereits durch die Östrogenreduktion. Kommt dazu auch noch das Rauchen, so verdreifacht sich dieses Erkrankungsrisiko. Die Inhaltsstoffe des Tabaks fördern die Ausbildung von Arteriosklerose. Außerdem steigt das Osteoporoserisiko bei Raucherinnen immens an. Des Weiteren mindert Tabak den Östrogeneffekt, welches in den Eierstöcken gebildet wird. Raucherinnen kommen durchschnittlich zwei bis drei Jahre früher in die Wechseljahre als Nichtraucherinnen. Somit fällt der Knochen- und Gefäßschutz durch das Östrogen schon früher weg.