Wie man sich Ostereier mit gekaufter Farbe gestaltet, muss nicht erklärt werden. Jeder kennt diese kinderleichte und schnelle Methode. Doch man kann auch versuchen mit natürlichen Färbemitteln aus diversen Pflanzen und Lebensmitteln interessante Farbeffekte zu erreichen oder die Ostereier färben sich auch einfach gut mit Stiften, beispielsweise Filzstiften und Ölkreide, oder auch Aufklebern. Das ist gerade bei Allergien gegen künstliche Farbstoffe empfehlenswert, oder wenn man es einfach nicht mag, dass Industriefarbe oft bis ins Eiweiß hineinfärbt. Aus Stoffresten und Papier, kann man außerdem ebenfalls schöne „Kostüme“ für die Eier gestalten. Achten Sie darauf, dass Sie die Eier vor dem Färben, egal mit welcher Farbe, immer mit Essigwasser reinigen, damit sie die Farbe besser annehmen.
Der Zwiebelschalensud
Die Idee mit ausgekochten Zwiebelschalen Eier zu färben, kannte schon Oma und viele wenden diese Möglichkeit auch heute noch an. Dabei kocht man braune oder noch besser rote Zwiebelschalen eine halbe Stunde aus, sodass ein Farbbad entsteht. Gibt man nun die gekochten Eier in den heißen Sud, entstehen nach fünf bis acht Minuten erste Farbergebnisse. Im erkalteten Sud dauert es allerdings bis zu einer halben Stunde. Die Farben variieren je nach Schalenfarbe und -menge von gelb bis rotbraun. Am besten nimmt man hierfür weiße Eier.
Rötliche und blaue Farben aus Beeren- und Gemüsesäften
Man kann die Eier schon während des Hartkochens einfärben, indem man einfach eine gewisse Menge des Lebensmittels mit ins Kochwasser gibt. So sorgen beispielsweise Preiselbeersaft, Holunderbeeren oder deren Saft für schöne Töne von Rosa bis Rot. Schwarze Johannesbeere, die Apfelbeere, rote Stockrosen sorgen für Töne von rötlich bis violett. Ein schönes Blau erreicht man durch Heidelbeersaft im Kochwasser.
Ostereier färben mit Gemüsesud
Wenn Sie Gemüse benutzen, reicht eine halbstündige Kochzeit ohne vorheriges Einweichen und anschließendes Färben im möglichst heißen Sud. Wie lange Sie die Eier drin lassen, ist ganz Ihnen überlassen. Karotten sorgen hier für schöne Gelb-Orange-Töne, Spinat schafft ein tolles Grün. Rotkohl und Rote Beete sind wiederum für schöne Rotvarianten gut.
Weitere gut färbende Pflanzen sind zum Beispiel Kamillenblüten und Äpfel für zarte Gelbtöne. Mit Schwarztee kann man goldbraune Färbungen erreichen
Auch die Rinde und Wurzeln mancher Bäume und Sträucher färben. Wenn man zerkleinerte Stücke ein bis zwei Tage einweicht und anschließend etwa 30 Minuten kocht, kann man mit beispielsweise Apfel- und Birkenrinde rötliche Töne erreichen, mit Eichenrinde bräunliche.
Diese Naturfarben verblassen allerdings schnell mal, daher sollten die so gefärbten Eier nicht in der Sonne liegen.