Ostern: Geschichte und Hintergründe

Wenn man von Ostern die Geschichte wissen möchte, muss man zwischen kirchlicher und heidnischer Tradition unterscheiden. Entgegen der Meinung vieler Menschen war Ostern eigentlich ein heidnisches Fest, bei dem die neue Blüte und der erneute Reichtum an Nahrung gefeiert wurde.


Möchte man den Ursprüngen des heutigen Osterfestes auf die Spur kommen, muss man zwischen kirchlicher und heidnischer Tradition unterscheiden. Entgegen der Meinung vieler Menschen ist und war Ostern ursprünglich ein heidnisches Fest. Der Name Ostern ist vermutlich von der teutonischen Göttin des Frühlings und der Fruchtbarkeit - Eastre - abgeleitet. In der Geschichte wird mit dem Fest das Wiederkehren der Helligkeit zelebriert.

Wiedergeburt und Auferstehung

  • Das Osterfest ist ein Symbol für das erwachende Leben und all die Dinge, für die der Frühling steht. Der kalte dunkle Winter ist vorbei und alles erwacht. Es wird wieder hell, die Blumen blühen und die Vögel kehren aus dem fernen Süden zurück. Die Tage werden wieder länger, Tag und Nacht sind wieder gleichberechtigt. Bereits in der Antike feierten die Menschen die Tagundnachtgleiche und das Wiederkehren allen Lebens. Heute bekannte Symbole wie das Ei oder der Hase stehen stellvertretend für das neue Leben, Fruchtbarkeit und Wiedergeburt.
  • Der Gedanke der Wiedergeburt findet sich auch in der christlichen Ausprägung des Osterfestes. Es entstand in Anlehnung an das jüdische Passahfest und hat im Kirchenkalender einen festen Platz. Es feiert die Auferstehung Jesu Christi und ist somit der Feiertag mit der höchsten Symbolkraft im Christentum. Die Gläubigen messen gerade dem Osterfest eine große Bedeutung zu, da der Gedanke und Glaube von Jesus Tod am Kreuz und die spätere Auferstehung ein Fundament ihrer Religion bildet.

Ostern im christlichen Kontext

  • Das Osterfest ist nicht losgelöst zu betrachten, sondern ist Teil eines großen Kreislaufs, an dessen Ende Jesus` Auferstehung steht. Den Auftakt bildet der Aschermittwoch. Hier beginnt die 40-tägige Fastenzeit und der gläubige Christ rüstet sich für das Osterfest. Die letzte Woche vor Ostern ist als geistige Vorbereitung auf das Hauptereignis, die Auferstehung, zu betrachten. 
  • In der Karwoche gedenkt der Christ verschiedenen Ereignissen Christi vor seinem Tod am Kreuz. Am Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern, erinnern die Christen an den Einzug Jesus in Jerusalem. Der Gründonnerstag ist dem Abendmahl gewidmet, bei dem Jesus sich von seinen Jüngern verabschiedete, bevor er gefangen genommen wurde.

Termin des Osterfestes

  • Der Karfreitag ruft den Tod am Kreuz ins Gedächtnis. Abgeschlossen wird die Karwoche mit einem geistigen Innehalten und einem letzten Verweilen am Grab Jesu vor dem Osterfest und der Auferstehung am Ostersonntag.
  • Das Osterfest wird, anders als zum Beispiel der Valentinstag, an keinem festen Termin gefeiert. Die Berechnung des genauen Datums unterliegt einer komplizierter Rechnung, in der unter anderem Mondzyklen eine wichtige Rolle spielen. Die angewandte Methode ist in der Geschichte zurückzuführen auf das Konzil von Nicäa, in dem festgelegt wurde, dass Ostern am Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond gefeiert werden solle. Das genaue Datum ist irgendwo zwischen dem 22. März und dem 25. April zu finden.