Paintball spielen- Kriegsspiele für Abenteurer

Beim Paintball spielen kann es richtig zur Sache gehen. Zwei gegnerische Teams versuchen dem Gegner mit Luftdruckpistolen Farbe auf die Anzüge zu schießen.


Eines Abends im Fernsehen geschah das Unglaubliche: Seltsam verhüllte Menschen rannten durch einen Hindernisparcour und versuchten, sich gegenseitig mit farbigen Kugeln zu erschießen. Wurde jemand getroffen, hinterließen sie auf der Kleidung bunte Farbkleckse. Diese abgewandelte Schneeballschlacht mit Wettbewerbscharakter heißt Gotcha oder Paintball und ist gerade bei jüngeren Menschen sehr beliebt.

 

So gehts

Hierbei versuchen zwei Teams, die generische Flagge zu erbeuten. Ein anderes Szenario umfasst das originale Nachstellen historischer Schlachten. Das Spiel kann im Wald, in Sporthallen oder auf offiziellen Plätzen ausgeübt werden. Jeder, der möchte kann Paintball spielen, die Besten messen sich sogar in nationalen und weltweiten Wettkämpfen. Denn Paintball ist längst mehr als nur ein lustiges Abenteurerspiel, sondern eine anerkannte Sportart.

 

Ausrüstung
Das wichtigste zum Paintball Spielen erforderliche Gerät ist natürlich die Pistole. Die so genannten Markierer sind Luftdruckpistolen, die mit den speziellen Patronen gefüllt sind. Die „Munition“ sind Gelatinekapseln, die mit abwaschbarer Lebensmittelfarbe gefüllt sind. Die Patronen platzen bei Körperkontakt auf und hinterlassen die verräterischen Kleckse. Weil sie eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 240 km/h erreichen, muss Schutzkleidung angelegt werden, die in der Regel vom Platzbetreiber gestellt wird. Dennoch hinterlassen die schnellen Geschosse schon den einen oder anderen blauen Fleck und erinnern noch Tage später an eine erfolgreich geschlagene Schlacht. Sobald man getroffen wurde, legt man die Hand auf den Kopf und gibt damit das Signal für die anderen Spieler, dass man ausgeschieden ist.

 

Kritik

Das harmlose Spiel war in den vergangenen Jahren vermehrt der Kritik von übereifrigen Politikern und sensationsgierigen Pressevertretern ausgesetzt. Sie sahen in dem Spiel eine Simulation eines Tötungsvorgangs und wollten Paintball gar verbieten. Die in den Patronen enthaltene Farbe dürfe auch auf keinen Fall rot sein, erinnert der rote Tintenklecks doch zu sehr an menschliches Blut. Auch das Tragen von Tarnkleidung wird misstrauisch beäugt und in die Nähe nationaler Gesinnungen gerückt.

 

Vorteile
Neben all dieser Kritik darf nicht vergessen werden, dass das Paintball Spielen viele Vorteile hat. Es schult die Geschicklichkeit und baut taktische Fähigkeiten aus. Zudem ist es eine hervorragende Möglichkeit, Kalorien zu verbrennen. Außerdem lernt man seine Mitspieler besser kennen und optimiert seine Teamworktalente.
Paintball darf in Deutschland erst ab 18 Jahren gespielt werden, und das auch nur auf abgesperrtem Gelände, um unbeteiligte Fußgänger nicht zu gefährden.