Pakete nach England: Was darf nicht verschickt werden?

Pakete nach England zu versenden stellt heute kein Problem mehr dar, wenn man sich an die wenigen Ausnahmeregelungen hält, die im Vereinigten Königreich gelten.


Obwohl England zur Europäischen Union gehört und in dem Schengener Abkommen zum innereuropäischen Warenverkehr beigetreten ist, hat sich das Königreich einige Sonderregelungen in punkto Einfuhrbestimmungen vorbehalten. Wer also Pakete nach England versenden möchte, muss auf einiges achten, auch wenn der Sendung im Allgemeinen keine Zolldeklaration beigelegt werden muss. Natürlich dürfen in Päckchen und Paketen – dies gilt weltweit – unter keinen Umständen illegale Rauschmittel, Sprengstoffe oder radioaktive Substanzen versendet werden. Zigaretten und Alkohol, die in festgesetzten Mengen bei einer Einreise nach England mitgenommen werden dürfen, unterliegen im Postverkehr nach England einer Sonderregelung. Auch in kleinen Mengen müssen diese deklariert und die fällige Mehrwertsteuer von 17,5 Prozent abgeführt werden.

 

 

Pakete nach England: Nahrungsmittel, Tiere und andere Besonderheiten

  • Seit dem in Kraft treten des Schengener Abkommens ist es erlaubt, unbedenkliche Lebensmittel nach England einzuführen. Wichtig ist hierbei, dass dies nur für den Eigenkonsum gilt. Bei Unklarheiten wendet man sich am besten direkt an die britische Botschaft in Berlin oder an eines der Generalkonsulate.
  • Lebende Tiere wiederum dürfen per Post bis auf genehmigungspflichtige Ausnahmen nicht nach England eingeführt werden. Dasselbe gilt für alle Arten von Schusswaffen und Messer. Für eine Genehmigung sind hier ein europäischer Waffenschein beider Beteiligter, also Absender und Empfänger sowie eine ganze Reihe von Sonderdokumenten notwendig. Die Genehmigungen werden von der Botschaft oder den Generalkonsulaten erteilt.

 

Unbedenkliche Güter und Maßnahmen bei Verstößen gegen die Einfuhrbestimmungen

  • Unbedenklich sind Pakete nach England, wenn diese Kleidung Bücher und sonstige Gegenstände enthalten, die für den täglichen Gebrauch bestimmt sind und nicht in den oben angeführten Ausnahmen aufgelistet sind.
  • Die bei weitem häufigsten Probleme traten früher mit Lebensmitteln auf, die strikten Einfuhrbestimmungen Unterlagen, da man sich auf der Insel so vor Tierseuchen und ähnlichem schützen wollte. Heute stellt dies im Allgemeinen kein Problem mehr da.
  • Weil man für Pakete nach England heute keine Zolldeklaration mehr machen muss, ist es aber ratsam, die Ausnahmen genau zu beachten und sich eventuell um eine Ausnahmegenehmigung zu kümmern. Alle Postsendungen werden wie am Flughafen durchleuchtet und untersucht. Bei Zuwiderhandlung gegen die Bestimmungen kann es ansonsten zur Vernichtung des Inhalts und zu einer Geldbuße kommen.