Papillarschicht und Stratum reticulare

Die Papillarschicht und das Stratum reticulare tragen zur Verzapfung von Epidermis (Oberhaut) und Dermis (Lederhaut) bei.


Die Papillarschicht, das Stratum papillare, liegt direkt unterhalb der Epidermis, die zapfenartigen Zellen ragen senkrecht in die Vertiefungen der Epidermis ein und tragen so zur Verzahnung der Schichten bei. Zudem sind auch Kollagenfasern des Typs Kollagen III für die dermoepidermale Verbindung zuständig. Auf die Basalmembran sind Ankerfibrillen und irregulär vernetzte kollagene und elastische Fasern angeschlossen. Das Stratum papillare dient der Oberflächenvergrößerung und der Ernährung der Epidermis. Daneben spielt diese Hautschicht eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr, da sie einen großen Reaktionsraum liefert.

 

Aufgaben der Papillarschicht

In Hautarealen der Leistenhaut, zum Beispiel in den Fingerspitzen, sind die druckempfindlichen Meissnerschen Tastkörperchen eingelagert. Bei Verletzung dieser Schicht blutet die Wunde, da Blutgefäße in die Papillarschicht ragen. Darüber hinaus sind auch Lymphgefäße enthalten, welche interzelluläres Gewebswasser in tiefere Schichten führen. Unter der Papillarschicht findet sich die Geflechtschicht, das sogenannte Stratum reticulare, die an ihrer Unterseite mit der Subcutis in Verbindung steht. Die Kollagenfasern dieser Schicht sind sehr kräftig und örtlich unterschiedlich gerichtet. Die Dehnbarkeit und Reißfestigkeit der Haut ist bedingt durch die Winkelstellung der Bindegewebsfasern in der Dermis, da die elastischen Netze die Fasergeflechte wieder in die Ausgangsstellung zurückbringen.